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Meine Geschichte über den Alkohol und deren Folgen!


 
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Chris
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Anmeldungsdatum: 28.04.2006
Beiträge: 1093
Wohnort: *12.12.2006* verstorben

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BeitragVerfasst am: 28 Apr 2006 21:56    Titel: Meine Geschichte über den Alkohol und deren Folgen! Antworten mit Zitat

Alkoholkrankheit wie damit fertig werden??? Question

Vorwort

Ich bin kein Autor, sondern eine Frau die
jahrelang gegen den Alkohol gekämpft hat.

Seit 7 Jahren bin ich trockene Alkoholikerin mit den
Spätfolgen meiner jahrelangen Droge dem Alkohol.

Dies ist ein Wahrheitsbericht und sollte allen Betroffenen,
sowie deren Familienangehörigen ein wenig Mut machen mit
dieser Krankheit fertig zu werden.

In der Alkoholsucht gibt es noch sehr viele Vorurteile
der Gesellschaft die endlich einmal abgebaut werden sollte,
denn es sind nicht nur die Erwachsenen welche von dieser
Krankheit betroffen sind, sondern bereits sehr viele Jugendliche.

Alkoholismus ist eine anerkannte Krankheit die weltweit
verbreitet und die Dunkelziffer aus Scham sehr hoch liegt,
da sich die Betreffenden einfach nicht zu ihrem Problem stellen
möchten und da muss ich sagen teilweise mit Recht, da man
von der Familie, Freunden und der gesamten Gesellschaft entweder
verurteilt oder aber mit Ratschlägen bombardiert wird, statt
viel Verständnis und Liebe welch ein solch kranker Mensch
unbedingt benötigt gegeben wird.

Die Krankheit kommt nicht urplötzlich sondern schleicht sich
ganz langsam über viele Jahre bei uns ein. Der genaue Grund
weshalb Leute am Alkohol erkranken und andere nicht ist bis
heute noch nicht eindeutig nachgewiesen.

Es können aber familiäre Probleme in der Familie, Stress eine sehr
große Rolle spielen, weshalb ich auch meine eigene Geschichte
später noch hier erzählen werde.

Der Alkoholismus kommt schleichend und wird meist erst wahr-
genommen wenn der Körper sich bereits an das Suchtmittel Alkohol
gewöhnt hat oder es Außenstehende auffällt das der Alkoholkonsum
immer stärker zunimmt. Aber dann ist es meistens bereits zu spät!

Ein Leben ohne Alkohol ist dann sehr schwer und nur von wenigen
Menschen erfolgreich zu schaffen, da es immer wieder zu Rückfällen
kommt welche in den meisten Fällen auch zum Tod führen kann.
Grund für die Rückfälle ist meist wenn man nur einen Entzug in
der Klinik jedoch keine Therapie zu Ende geführt hat, ist der kleinste
Anlass von Unzufriedenheit oder Trauer, wieder nur einen Schluck zu
Trinken und schon ist man wieder vor dem Entzug angelangt. Es nützt
nur eine mehrmonatige Therapie bei der man aber Vertrauen zum
Therapeuten haben sollte und auch über die Probleme sprechen kann,
denn meiner Ansicht nach hat jeder Alkoholiker irgendwelche Probleme
mit denen er bis zur Therapie aus Scham mit noch keinem Menschen
gesprochen hat.

Auch die Familie sollte hinter einem Alkoholkranken stehen
und mit diesem viele Gespräche ohne jegliche Vorwürfe führen.

Ich weiß es ist für die Familie nicht einfach, aber wenn jemand
dem Alkoholkranken mit Vorwürfen oder Ratschlägen kommt
die sicherlich auch gut gemeint, so entsteht bei dem Kranken
eine regelrechte Trotzreaktion und er geht noch mehr in sich und
spricht nicht mehr über seine Probleme. Sollte der Kranke im
Moment von seinem Suchtverhalten nichts hören wollen, so sollte
man ihn eine Weile lassen und wieder eine gute Gelegenheit nehmen
mit ihm darüber zu sprechen, jedoch nicht in einem volltrunkenem
Zustand, denn da wird er meist sehr Aggressiv und lässt niemanden
an sich heran.

Der Kranke selbst hat da auch bereits schon selbst gemerkt das
er Hilfe braucht, will es aber nicht Einsehen weshalb hierbei auch
ein guter Freund sehr gut helfen kann.

Meistens jedoch kommt die Einsicht sehr spät oder gar nicht, deshalb
habe ich auch diesen Angriff gestartet um vielen Betroffenen die
Augen zu öffnen. Ich war monatelang in der Psychiatrie und habe sehr
viele Fälle gesehen.

Das größte Problem eines Alkoholkranken ist das er nicht zu seiner
Krankheit steht und immer wieder Ausflüchte und Lügen erfindet um
seinen Trinkkonsum zu rechtfertigen.

Um ihm dies Bewusst zu machen braucht man sehr viel Einfühlvermögen,
Geduld und stundenlange Gespräche und sollte auch zu jeder Tages- und
Nachtzeit bei Problemen des Betroffenen zu sprechen sein, denn hat er
erst einmal Vertrauen gefasst ist bereits ein kleines Stückchen an Arbeit
erledigt.

Das hört sich alles sehr leicht an, ist es aber leider nicht denn ich war in
so manchen Foren im Internet mit dem Thema Alkohol, wo ich so manch
einen welcher ja schon ein Stückchen weiter war und sein Problem dort
geschildert hat, konnte aber teilweise genau herauslesen wenn sich dort
jemand selbst etwas vorgemacht hat. Wenn ich dann darauf geantwortet
habe, dann habe ich mein eigenes „ich“ während meiner Alkoholsucht
erkannt, denn alle Alkoholiker haben die gleichen Reaktionen da sie
alle in Selbstmitleid zerfließen, denn alle anderen sind Schuld nur sie
selber nicht, was vielleicht teilweise auch zutreffend sein kann.

Die Alkoholkrankheit gibt es unter Armen wie auch Reichen gleich
und wird auch teilweise durch unsere Gesellschaft verursacht, denn egal
wo wir gehen und stehen der Alkohol ist überall, obwohl die schädlichen
Wirkungen bereits seit Jahren bekannt sind. Deshalb ist Alkoholismus
auch eine sehr schwere Krankheit bei der man viel Geduld aufbringen
sollte.

Wenn man einen alkoholkranken Menschen vor sich hat mit dem man
bereits über die Sucht sprechen kann, sollte man so schnell wie möglich
eine Suchtberatungsstelle aufsuchen, damit der Kranke an einer
Selbsthilfegruppe teilnimmt und die Erfahrungen austauscht.

Selbst gehe ich seit Jahren in solch eine Gruppe welche ich am
Anfang auch abgelehnt habe, da ich nicht zu meiner Krankheit
gestanden bin, man findet aber Gleichgesinnte mit denen man auch
unter der Woche etwas Unternehmen kann und findet mit Sicherheit
zahlreiche neue Freunde, ohne Alkohol und das sind teilweise die
besten Freunde.

Wenn die Familie mit dem erkrankten nicht fertig werden sollte und
es immer wieder zu Rückschlägen kommt und er alle Behandlungen
abbricht so gibt es noch als letzten Ausweg ein Betreuungsverfahren
welches man mit der Suchtberatung, den Ärzten und den Familien-
angehörigen einleiten kann. Dann wird richterlichseits eine Einweisung
in eine psychologische Klinik bestimmt und der Kranke muss an der
Therapie teilnehmen und darf diese nicht unterbrechen, was auch für
viele welche überhaupt nicht zur Einsicht kommen wollen oder auch
können manchmal der letzte Weg vor dem Tod bedeutet.

Das war jetzt eine kurze Einleitung über den Alkoholismus und ich muss
noch einmal wirklich darauf hinweisen, dass ein Betroffener unbedingt
Vertrauen und Geduld, jedoch auf keinen Fall Vorwürfe braucht denn
er kann wirklich nichts für diese Krankheit.

So und nun komme ich zu meiner Geschichte (in abgekürzter Form)
Es ist sehr schwer vom Alkoholismus wegzukommen um überhaupt
keinen Alkohol mehr im täglichen Leben zu brauchen, jedoch ist niemand
von einem Rückschlag bei dieser Krankheit gefeit.

Als Kind hatte ich bereits mitbekommen wie es ist wenn man eine
Mutter hat welche trinkt. Meine Mutter war morgens immer eine
sehr gute Mutter und wenn nach dem Mittagessen wenn die Küche in Ordnung
war, so hat sie sich dann an den Tisch gesetzt und eine ganze Flasche
Wein getrunken. Als Kind habe ich das abscheulich gefunden und
mir geschworen dass ich so etwas niemals machen würde. Meine Mutter
muss ich aber sagen hatte es auch nicht leicht, vielleicht war ja auch
dass bei ihr der Grund weshalb sie getrunken hat ich weiß es nicht ich
konnte nie mit ihr darüber sprechen, selbst das letzte Jahr kurz vor ihrem
Tod habe ich es noch einmal versucht, aber sie hat es immer noch verleugnet.
Ich nehme aber an das es an meinem Vater war, er war ein sehr sehr
strenger Vater der die Familie nur terrorsiert hat und seinem Vergnügen
im Casino nachgegangen ist und seine Kurschatten nach Hause gebracht
hatte. Für uns Kinder hat er nie Zeit gehabt, nein Schläge waren an der
Tagesordnung. Mit dieser Einlage möchte ich aber nicht sagen das meine
Eltern an meiner Krankheit eine Schuld tragen ich weiß es bis heute nicht
nehme aber an das es der Stress bei mir war.

Bis zu meinem 18. Lebensjahr habe ich keinen Tropfen Alkohol getrunken,
aber auch dann fing ich weil wenn man in Gesellschaft war zwischendurch
mit einem Gläschen Wein an um nicht als Außenseiter dazustehen wenn
die anderen etwas getrunken haben und ich muss sagen ich habe den
Geschmack daran gefunden.

Dazwischen lagen dann viele Jahre in denen ich mehrmals die Woche des
Abends mal ein Gläschen getrunken habe und mir keine Vorstellung gemacht
habe wie schädlich das sein kann.

Mittlerweile hatte ich zwei Kinder auf die Welt gebracht und meine Welt
war in Ordnung, meine Blutwerte auch denn sonst hätte sicherlich ein Arzt
mich mal auf meinen Alkoholkonsum angesprochen.

Als die Kinder in den Kindergarten gingen fing ich wieder an den halben Tag
zu arbeiten und ich habe weiterhin meine Weingläser zu mir genommen.

Die Kinder kamen in die Schule und ich habe aus meinem Teilzeitjob einen
Ganztagesjob gemacht und der Beruf hat mir sehr viel Freude bereitet, ich bin
gerne gegangen, musste aber dort sehr viel leisten und habe auch von meinem
Chef viele Lobe für die gute Arbeit bekommen.

Irgendwann hat dann die Alkoholkrankheit begonnen, aber ich wollte es einfach
nicht wahrhaben. Wenn ich abends nach Hause kam war meine Arbeit ja
noch nicht fertig, nein ich musste mich noch um meine Kinder kümmern und
auch sehen das diese am nächsten Tage etwas Warmes zum Essen auf dem
Tisch hatten, da habe ich also nachts bis Mitternacht vorgekocht und
nebenher das Haus und die Wäsche sauber gemacht. Das ging eine
Weile, aber irgendwann kam bei mir ein Zustand wo ich ausgelaugt und total
kaputt war und doch an meine Pflichterfüllung als gute Mutter dachte, denn
als Kind hatte ich mir doch geschworen das meine Kinder es einmal besser
haben sollte als ich es gehabt habe. Und da fing ich abends nach der Arbeit
zu Hause an mir ein Glas Wein einzuschenken und das aber jeden Tag und
die Arbeit lief mir super von der Hand, nur blieb es später nicht mehr bei
diesem einen Glas, da die Wirkung nachgelassen hatte und ich eben mehr
brauchte um mich als leistungsfähig anzusehen. Am Wochenende mit
Freunden konnte es auch einmal sein das ich von mittags bis in die Nacht
eine ganze Flasche Wein alleine getrunken hatte, vergessen waren meine
Kindheitserlebnisse wo ich mir geschworen habe niemals das zu machen was
meine Mama gemacht hatte. Meinen Freunden ist niemand etwas aufgefallen
denn sie haben ja mitgetrunken und ich habe mir keine Gedanken gemacht
das ich da wohl Krank sein muss, vielleicht hätte mich jemand angesprochen
aber es war nicht so. Während der Arbeitszeit habe ich aber keinen Tropfen
Alkohol getrunken und dieser Zustand mit dem abendlichen Alkohol ging
über Jahre hinweg ohne das es jemand gemerkt oder mich angesprochen hätte
das ich Alkoholkrank wäre.

Eines Morgens als ich zum Arbeiten gehen wollte wurde es mir urplötzlich
furchtbar schlecht und ich muss weiß gewesen sein wie die Wand. Auf jeden-
fall haben meine Kinder mittlerweile im Alter von 13 und 17 Jahren einfach
einen Krankenwagen gerufen weil sie ihre Mama noch nie in einem solchen
Zustand gesehen haben.

Im Krankenhaus wurde dann bei mir eine Magenspiegelung gemacht und
dabei wurde festgestellt das ich bereits Varizen (blutende Krampfadern) in
der Speiseröhre durch den jahrelangen Alkoholmissbrauch hatte.

Die Ärzte teilten das Ergebnis dann auch meiner Familie in meinem Beisein
mit und haben auch gesagt das ich den Alkohol absolut meiden sollte. Also
habe ich gedacht ja ich möchte ja Leben und kann dies auch ohne Alkohol.
Aber so einfach ist auch dieses nicht ich wurde sehr unruhig und konnte nicht
mehr schlafen.

Wirklich wollte ich keinen Alkohol mehr trinken aber so einfach wie
ich mir das vorgenommen hatte war es nicht und dann kam noch etwas dazu
was mich ganz verrückt gemacht hat, das mein Ehemann und die gesamten
Freunden anfingen mir gute Ratschläge zu geben und selbst Alkohol weiter-
getrunken haben. Man hat den gesamten Alkohol aus unserem Haus geräumt
(da war ich sehr zornig, denn ich kam mir wie ein kleines Kind vor). Am
Wochenende haben mein Mann, die Geschwister und die Freunde weitergefeiert,
und gedacht das ich das nicht mitbekomme wenn sie heimlich in der Garage
den Wein und das Bier trinken. Ich musste einfach ansehen wie alle lustig waren
und ich selbst durfte ja nichts trinken.

Irgendwann ist dann bei mir so etwas wie Frust hochgestiegen, denn mein
Mann hat sich wieder Bier zugelegt, Wein für die Freunde wenn wir Besuch hatten,
und wenn ich dann sagte wenn diese getrunken haben das ich auch nur einen
kleinen Schluck möchte, dann haben sie es mir verboten, aber auch der Ton macht
die Musik. Ich kam mir vor wie ein kleines Kind vor, alle haben in meiner
Gegenwart getrunken und ich war nur zum Arbeiten, Haushalt machen da und das
hat mir sehr wehgetan. Hätte ich vielleicht zu diesem Zeitpunkt eine Suchtberatung
aufgesucht oder eine gute Freundin gehabt wäre ich vielleicht niemals so weit
abgestürzt, dass soll aber keine Entschuldigung für mein weiteres tun sein.

Dann habe ich den größten Fehler meines Lebens gemacht, denn ich habe mir
dann heimlich Alkohol besorgt weil mein Ehemann ja alle im Haus befindlichen
Flaschen abgezählt hatte. Da kam dann das nächste Problem, wohin mit den
geöffneten Flaschen, also leer trinken und in den Glascontainer. Auch dies
blieb meiner Familie natürlich nicht verborgen und es hat ein riesiges Theater
gegeben. Danach ist es nicht mehr so gewesen wie es in einer Familie sein
sollte. Sehr großes Misstrauen und Schnüffeleien überall von meiner Familie.
Ich fing an Schnaps zu trinken da ich ja nur eine kleinere Menge brauchte um
wieder aktiv zu werden und mich Wohlzufühlen, obwohl mir dieser gar nicht
geschmeckt hat, aber ich habe den Alkohol einfach gebraucht. Ich habe einen
supertollen Job und einen verständnisvollen Arbeitgeber gehabt, der aber
auch nichts von meiner Alkoholabhängigkeit gemerkt hat. Doch eines Tages
sagte er zu mir, Mädchen du gefällst mir nicht und siehst todkrank aus, gehe
einmal in richtige ärztliche Behandlung, ob er zu diesem Zeitpunkt dann etwas
ahnte weiß ich bis heute nicht!

Mit seiner angeratenen ärztlichen Behandlung sollte es so nicht kommen, ich
habe zu Hause einen Blutsturz bekommen und kann froh sein das gerade eine
Freundin von mir bei mir zu Hause war, denn sonst wäre ich verblutet. Ich wurde
mit Blaulicht ins Krankenhaus gefahren und man hat mich dort in das
künstliche Koma gelegt. Nachts hat man meine Familie angerufen das sie
Abschied von mir nehmen sollten, das ich die Nacht nicht überleben würde.
Selbst habe ich von alle dem nichts mitbekommen.

Aber ich habe überlebt und dann kam die allerschwerste Zeit meines Lebens,
denn ich kam nach Hause war so schwach das ich nicht mehr laufen konnte
und ein Pflegefall war. Ich war so hilflos und so traurig und habe nur geweint.
Wie oft ich vom Sofa gefallen und nicht aufstehen konnte und mein Mann
mich geschüttelt hat das ich mich nicht so anstellen soll kann ich hier nicht mehr
aufzählen, es tat verdammt weh denn ich konnte wirklich nicht mehr aus eigener
Kraft aufstehen. Ich war am verzweifeln! Soweit unten zu sein, dass war die
Hölle für mich!

Ich habe den Chefarzt in unserem Krankenhaus angerufen und gesagt das ich
so nicht mehr leben will und kann, ich war ein anderer Mensch und er sollte
mir helfen. Er hat mir geholfen und mich in ein Phsy. Krankenhaus für
9 Monate getan. Ich habe Aufbauspritzen bekommen und wieder laufen
gelernt und von Tag zu Tag ist etwas mehr Kraft in meinen Körper zurück
gekommen. Danach habe ich 3 Jahre lang die Selbsthilfegruppe besucht und
mich dort sehr wohl gefühlt, denn das erste Mal konnte ich auch über meine
familiäre Probleme sprechen und das hat mir sehr gut getan. Was mich
nur schockierte war das so viele wieder rückfällig geworden sind.

Nun bin ich das 7 Jahr ohne einen Tropfen Alkohol und habe aber keinerlei
Bedürfnis nach Alkohol. Noch einmal so hilflos und abhängig möchte ich
nie wieder sein, zudem wäre es mit Sicherheit auch mein Todesurteil.

Bei mir hat der lange Alkoholkonsum schwere körperliche Schäden hinter-
lassen unter denen ich heute sehr leide und ich bin mir sicher, wenn ich
gewusst hätte wie schädlich der Alkohol ist und ich rechtzeitig in eine
Suchtberatung gegangen wäre es soweit niemals gekommen wäre.

Mit meiner Familie habe ich jedoch auch heute noch Probleme komme aber
ganz gut klar damit, nur bin ich jetzt Co-abhängig da mein Mann ja auch
ein Alkoholproblem hat mit sich aber darüber nicht sprechen lässt, weil ja
ich eben darüber nichts sagen darf da ich ja selber abhängig war. Bin aber
am arbeiten das er auch bald zur Einsicht kommt, bevor es zu Spät ist.

Aber auch ich kann immer wieder rückfällig werden, versuche aber gegen
den Alkohol anzukommen, denn wir haben ja seit Jahren das Haus voll und
das ist laut Suchtberatung sehr gefährlich. Leider denke ich da etwas anderes,
denn ich muss mich doch mit dem Problem Alkohol befassen, ich kann doch
nicht mein ganzes Leben vor dem Alkohol davonlaufen sondern muss mich
dem Problem stellen, sonst dürfte ich auch keine öffentlichen Veranstaltungen
mehr besuchen.

Alkohol ist es nicht Wert euer Leben zu zerstören, kommt rechtzeitig zur
Einsicht – nur deshalb habe ich hier meine Wahre Geschichte geschrieben weil
noch zu wenig über diese Krankheit gesprochen wird obwohl es so viele
Menschen betrifft.

Die wahre Geschichte wurde veröffentlich unter
http://www.e-stories.de


© 2006 Chris Münch

(verstorben am 12.12.2006 aufgrund einer Krebserkrankung)


Zuletzt bearbeitet von Chris am 01 Mai 2006 21:38, insgesamt einmal bearbeitet
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Christa
ADMIN Technik und Webmaster
ADMIN Technik und Webmaster


Anmeldungsdatum: 29.04.2006
Beiträge: 6093

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BeitragVerfasst am: 12 Dez 2006 9:55    Titel: Abschied von Chris 12.12.2006 Antworten mit Zitat




Wo Worte fehlen,
das Unbeschreibliche zu beschreiben,
wo die Augen versagen,
das Unabwendbare zu sehen,
wo die Hände das Unbegreifliche nicht fassen können,
bleibt einzig die Gewissheit,
dass Du für immer in in unseren Herzen weiterleben wirst


ohne Worte.....

Deine Freundin Christa
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