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Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum für Angehörige und Betroffene bei Suchtproblemen mit Alkohol
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Alkohol frei ab 12 ????????
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| Alkoholkonsum bei Jugendlichen steigt :: Der erste Rausch mit 14 Jahren |
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Nachricht |
Christa ADMIN Technik und Webmaster


Anmeldungsdatum: 29.04.2006 Beiträge: 6095

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Verfasst am: 03 Sep 2009 7:12 Titel: Alkohol frei ab 12 ???????? |
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Die Verurteilung eines Gastwirtes nach einem tödlichen Wetttrinken sowie der dramatische Anstieg beim »Komatrinken« machen nach Meinung der Gemeinde Vaterstetten eine intensive Auseinandersetzung mit diesem Thema dringend notwendig. Laut dem Suchtbericht 2009 wurden im letzten Jahr bundesweit 23.000 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung in die Krankenhäuser eingeliefert, in Bayern zirka 4.500 Kinder und Jugendliche.
Mehr als 20 Prozent der Minderjährigen waren mindestens einmal im Monat betrunken. Mehrere aktuelle Fälle im Landkreis Ebersberg zeigten, dass das Komasaufen direkt vor der Haustür auf Kinderspielplätzen, zu Hause, auf Partys geschehe. Oft kämen dann die schnellen Forderungen, mehr Jugendschutz-Kontrollen durchzuführen und härtere Strafen auszusprechen. Der Sicherheitsbeirat der Gemeinde und die Gemeindejugendpflege haben sich zum Ziel gesetzt, den Jugendschutz in Zukunft noch stärker zu beachten und zu kontrollieren. Es soll aber nicht beim »beachten« bleiben. »Null Toleranz bei Alkohol für Minderjährige!«, lautet die Forderung. »Wer Minderjährigen Alkohol verkauft, anbietet oder verführt macht sich strafbar, dass muss jedem klar sein«, betont Jugendpfleger Jörg Cordruwisch.
Soziale Verantwortung
Rauchen und Saufen: Frei ab 12 � das sei schon fast Realität. Dabei sage das Jugendschutzgesetz etwas anderes. »Klar, Gesetze sind geduldig. Jeder Erwachsene kann selber entscheiden, ob er zu schnell fährt oder wie viel Alkohol er trinkt. Er ist ja alt genug, um die Verantwortung dafür zu übernehmen«, sagt Cordruwisch. »Aber Kinder können und sollen diese Eigenverantwortung nicht tragen. Sie sind noch zu jung dafür!« Das Jugendschutzgesetz richte sich daher hauptsächlich an die Erziehungsbeauftragten und fordere sie zum Schutz der Minderjährigen vor gefährdenden Einflüssen auf. Gesetzliche Kontrolle sei das eine. Viel wichtiger sei jedoch die soziale Kontrolle. Jugendlichen unter 16 Jahren, die nicht in Begleitung eines Personensorgeberechtigten sind, dürfe der Kauf und Konsum von Alkohol nicht gestattet werden.
Gesundheitsschädigend
Branntweinhaltige Getränke wie Schnäpse, Liköre und fast alle Alcopops sind erst ab 18 Jahren erlaubt. Wer jünger ist, darf diese Getränke erst gar nicht bekommen bzw. konsumieren. Und das aus gutem Grund: Branntwein richtet bei Kindern und Jugendlichen massive Schäden an und führt schnell zu Abhängigkeit.
Was man tun kann
Jörg Cordruwisch empfiehlt: Wer seinen minderjährigen Sprössling beim Rauchen oder Schnapstrinken erwischt, sollte nicht diskutieren, sondern klare Verbote aussprechen. Auch bei fremden Kindern sollte man sich einmischen, beispielsweise an der Kasse im Supermarkt. »Der Verkauf an Minderjährige ist verboten. Machen Sie Ärger! Drohen Sie notfalls mit einer Meldung an das Jugendamt oder einer Anzeige bei der Polizei.« Wer was sehen will, der muss auch hinschauen, lautet das Motto. Der Jugendpfleger rät außerdem, das Thema bei Kollegen oder Freunden anzusprechen und sie zu sensibilisieren. Mit Kindern und Jugendlichen sollte offen diskutiert und über die Gefahren hingewiesen werden. Und schließlich: »Seien Sie ein gutes Vorbild! Das wirkt meist mehr als alle Worte.«
Quelle: http://sok.wochenanzeiger.de/article/90354.html |
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Pedder Topuser

Anmeldungsdatum: 28.02.2007 Beiträge: 1335

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Verfasst am: 03 Sep 2009 7:21 Titel: |
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Moin Christa
also die Threadüberschrift finde ich etwas sehr reisserisch. Fast wie die Bild
Das ist ja weder eine Forderung noch der derzeit gültige Gesetzestext. Der Jugendpfleger will ja lediglich darauf aufmerksam machen, dass dieses Fehlverhalten leider schon fast der Normalzustand ist.
Es ist an uns, darauf aufmerksam zu machen. Genau wie er schreibt.
Mich würde an der Stelle einmal interessieren, wer von den Usern hier eigentlich schon mal selbst interveniert hat, wenn er gesehen hat, dass an einer Supermarktkasse Minderjährige Alkohol kaufen wollten und auch bekamen oder wer sich darum gekümmert hat, wenn er gesehen hat, wie Kinder und Jugendliche sich auf einer Parkbank betrunken haben.
Und wenn jemand was getan hat - WAS hat er getan?
Vielleicht können wir ja gemeinsam überlegen, wie man überhaupt am besten reagieren kann, wenn man so etwas sieht?
Peter |
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Christa ADMIN Technik und Webmaster


Anmeldungsdatum: 29.04.2006 Beiträge: 6095

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Verfasst am: 03 Sep 2009 7:37 Titel: |
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Guten Morgen lieber Peter,
| Zitat: | | also die Threadüberschrift finde ich etwas sehr reisserisch. Fast wie die Bild |
lese zwar keine Bild und habe nur die Überschrift des Originalartikels übernommen.
Ja es ist wirklich teilweise schwer zu beurteilen wie man reagieren soll bei Jugendlichen und Alkohol.
Selbst muss ich sagen habe ich vor langer Zeit solch ein Erlebnis beim Lidl gehabt da waren Kinder im Alter von Schätzungsweise 13-14 Jahren die dort Alkohol kauften als ich Einkaufen war und die Verkäuferin hat ihnen diesen ohne zu mucken gegeben. Diese öffneten die Flaschen bereits auf dem Parkplatz und ich habe wirklich überlegt zu ihnen zu gehen um sie aufzuklären und letzendlich war ich zu Feige und habe es nicht getan und das vor Angst das sie mich auslachen oder mir sagen könnten das es mich nichts angeht, was ja auch so ist.
Ich könnte Dir noch ein gravierendes Ereignis der letzten Woche erzählen als ich nach 24 Uhr zum Telefonhörer griff tue es hier aber nicht zum Schutze dieses Jugendlichen der schon blaue Briefe von der Stadt wegen dem Alkohol bekommen hat.
Liebe Grüße
Christa |
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Christa ADMIN Technik und Webmaster


Anmeldungsdatum: 29.04.2006 Beiträge: 6095

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Verfasst am: 03 Sep 2009 10:44 Titel: |
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Lieber Peter,
kurze Frage an Dich, was würdest Du als Mann machen wenn Du siehst das
Jugendliche Alkohol kaufen???
Liebe Grüße
Christa |
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Pedder Topuser

Anmeldungsdatum: 28.02.2007 Beiträge: 1335

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Verfasst am: 03 Sep 2009 11:17 Titel: |
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Hallo Christa,
ich würde nicht, ich habe reagiert.
Mehrfach sogar. Ich halte es in solchen Fällen so, dass ich die Kassierin darauf aufmerksam mache, dass sie sich strafbar gemacht hat.
Als ich einmal von Jugendlichen angesprochen wurde, ob ICH ihnen eine Flasche Schnaps kaufen würde, habe ich sie aufgefordert, sie sollten gaaaanz schnell gucken, dass sie Land gewinnen ( ) - ansonsten würde ich zum einen den Leiter des Supermarktes und zum anderen das Jugendamt informieren.
Diese Drohung zieht übrigens auch bei Kassierern im Supermarkt, dass das Ordnungsamt oder das Jugendamt informiert werden kann.....
Als ich einmal ein paar Jugendliche auf einer Parkbank sitzen sah, die sich eine Flasche Wodka mit Cola mixten, um das Gebräu dann runter zu schütten, habe ich sie zwar nicht selbst angesprochen (in Erinnerung an die U-Bahn-Story, wo ein Rentner zusammen geschlagen wurde, weil er einen darum bat, nicht zu rauchen), habe aber sofort über Handy die Polizei angerufen (Notruf funktioniert immer und kostenlos, auch bei leerer Karte !).
Die kam auch und hat sich dann gekümmert.
In einem Jugendheim, wo ich mir ein Fußballspiel anguckte, fragte ich den Pächter, ob es in Ordnung sei, dass ein Junge, der aussah wie 13 oder 14 in seinem Bistro ein Bier nach dem anderen trinken dürfe. Wir kamen dabei in ein sehr gutes Gespräch, in dem der Wirt mir versicherte, dass er die meisten Jugendlichen vom Sportverein her kenne, wisse wie als sie seien und das (leider) sehr oft so wäre, dass die Eltern dabei wären und das sogar noch unterstützen würden. In diesem Fall übrigens auch. Die Eltern waren anwesend, der Junge sah nur jünger aus, er war 17.
Angepöbelt wurde ich dabei noch nie, es wurden keine Morddrohungen gegen mich ausgestoßen und im Falle von Kassierern oder Supermarktleitern stieß ich auf vollstes Verständnis und offene Ohren.
Was mich allerdings ankotzt ist, wenn das Personal an der Kasse von anderen Kunden unter Druck gesetzt wird, sie solle nicht so ein Theater machen, wenn sie Jugendliche nach dem Ausweis fragt und die umständlich anfangen, in allen möglichen Taschen zu kramen.
Dann fängt meist einer an zu mosern, dass es nicht schneller geht - Jugendschutz ist wichtig, der Meinung sind bestimmt auch die Motzer. Aber ne halbe Minute Wartezeit - so wichtig dann doch wieder nicht.......
LG
Peter |
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Pedder Topuser

Anmeldungsdatum: 28.02.2007 Beiträge: 1335

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Verfasst am: 03 Sep 2009 11:22 Titel: |
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Falsch formuliert - ich mache nicht darauf aufmerksam, dass sie sich strafbar gemacht hat, sondern dass sie sich strafbar macht.
Also - ich mische mich bereits während des Kassiervorgangs ein, wenn ich daneben stehe. |
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Christa ADMIN Technik und Webmaster


Anmeldungsdatum: 29.04.2006 Beiträge: 6095

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Verfasst am: 03 Sep 2009 19:06 Titel: |
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Lieber Peter,
Danke werde Morgen ausführlich hierzu noch etwas Schreiben nur heute bin ich sehr Müde und die Krankengymnastik war anstrengend.
Wünsche Dir einen schönen Abend.
Liebe Grüße
Christa |
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Christa ADMIN Technik und Webmaster


Anmeldungsdatum: 29.04.2006 Beiträge: 6095

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Verfasst am: 04 Sep 2009 12:06 Titel: |
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Lieber Peter,
nun versuche ich Dir zu erklären weshalb ich mich damals beim Einkaufen so eigenartig verhalten habe und heute noch denke, mensch da hast du einen gewaltigen Fehler gemacht. Du musst wissen ich habe einen Enkelsohn der ist auch 15 Jahre alt und mit ihm habe ich immer sehr viel über solche Sachen diskutiert denn er wollte einmal von mir wissen als er in das Gymnasium gekommen ist ob er süchtig werden könnte wenn ihn jemand den Rauch anblässt wenn ein Schüler Hasch raucht. Mit Alkohol hat er zum Glück bis heute nichts am Hut.
Ich stand wirklich vor dem Laden und habe überlegt und überlegt und irgendwie gedacht na ich bin ja nicht die Mutter und muss dazu sagen das ich noch Angst hatte vielleicht eine auf die Nase zu bekommen, ich weiss auch das es richtiges feiges Verhalten von mir war. Danach sprach ich mit einem trockenen Alkoholiker und dieser sagte mir ich habe es richtig gemacht denn man wüsste ja nicht wie sich diese Jugendlichen verhalten und ob sie das gesagte überhaupt aufnehmen.
Bin aber auch heute noch unsicher wie wenn es überhaupt möglich ist ich mich das nächste Mal verhalten würde.
| Zitat: | | ich würde nicht, ich habe reagiert. Smile |
finde ich sehr gut.
Auf die Idee nochmals in den Markt zu gehen und etwas zu dieser Kassiererin zu sagen bin ich überhaupt nicht gekommen.
| Zitat: | | Als ich einmal von Jugendlichen angesprochen wurde, ob ICH ihnen eine Flasche Schnaps kaufen würde, habe ich sie aufgefordert, sie sollten gaaaanz schnell gucken, dass sie Land gewinnen ( Very Happy ) - ansonsten würde ich zum einen den Leiter des Supermarktes und zum anderen das Jugendamt informieren. |
Naja ich würde diesen jungen Menschen auch keinen Schnaps besorgen da bin ich mir ganz sicher!
Ja und mit der Polizei habe ich die wenigsten Schwierigkeiten da mein Schwager dort ist, aber ihn zu verständigen ist mir erst nach Deinen Erlebnissen in den Kopf gekommen.
Ich finde es Schade das so viele junge Menschen schon zum Alkohol greifen und immer mehr in der Klinik landen wie aus unseren Tageszeitungen zu erfahen ist.
Gestern habe ich auch noch einen Artikel gelesen das wirklich bei Testkäufen 40% der Jugendlichen an den Alkohol in den Supermärkten kommen und das finde ich nicht gut.
Danke für Deinen ausführlichen Bericht.
Liebe Grüße
Christa |
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