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Baclofen - ein Medikament gegen Alkoholsucht?

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Entwicklung der Suchtkrankheit :: Medizin: Neue Hoffnung auf Therapie gegen Alkoholsucht  
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Tara
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Anmeldungsdatum: 11.04.2009
Beiträge: 3258

germany.gif
BeitragVerfasst am: 07 Sep 2009 1:06    Titel: Baclofen - ein Medikament gegen Alkoholsucht? Antworten mit Zitat

Gerade entdeckt:

http://www.stern.de/gesundheit/baclofen-alkohol-olivier-ameisen-das-ende-meiner-sucht-1506268.html

Das Medikament:

http://de.wikipedia.org/wiki/Baclofen


Das Buch des Arztes:

>HIER<

Was haltet ihr davon?


Liebe Grüsse,

Tara
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Simone
Gast





BeitragVerfasst am: 07 Sep 2009 8:06    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Tara


Ich persönlich halte gar nichts von Medikamenten,die versprechen dass man nichts mehr trinkt,es ist nun mal eine willens und Kopfsache nicht mehr zu trinken und ein langer Weg

und diese Medis sollen Wunder wirken?Der wird das Buch natürlich gut verkaufen uns sich dähmlich verdienen Mr. Green

herzlichen Gruss an Dich

Simi
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Peter Pan
Gast





BeitragVerfasst am: 07 Sep 2009 11:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Tara,

ich wollte heute morgen schon was dazu schreiben,habs aber gelassen.
Simi hat es treffend geschrieben,alles eine Sache,die sich im Kopf abspielt.
Es ist nun mal so,für uns alkoholkranke wird es nur eine Lösung geben,keinen Alkohol trinken.
Wir werden nie lernen,kontrolliert zu trinken,dies ist nun mal fakt.
Viele klammern sich an jeden Strohhalm,wie vielleicht diesen Artikel,warum eigentlich?
Kann es nicht ein Leben ohne Alkohol geben,ich denke doch.
Wenn man zufrieden leben will,muss man sich von ihm verabschieden,dem früheren Freund und unser heutiger Feind.

LG Peter Pan
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celina
Gast





BeitragVerfasst am: 07 Sep 2009 11:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Tara,

also ich halte da auch nichts davon, nach 9 Jahren Abstinenz hab ich dieses erste Bier getrunken mit dem damaligen Gedanken, ach jetzt hab ich so viel Mist ohne Alkohol überstanden, da wird mir dieses eine Glas wohl auch nichts anhaben können und vielleicht klappts ja mit dem kontrollierten Trinken.

Nun ja, ist gehörig in die Hose gegangen wie du weißt. Nicht mehr zu trinken ist eine Entscheidung die ich gefällt habe mit dem Wissen das ich alkoholkrank/suchtkrank bin und daran zugrunde gehe wenn ich weiter trinke. Wenn ich Suchtdruck bekomme, dann hat das einen Grund, der nicht mit Medikamenten zu beheben ist sondern mit dem Willen und dem Mut diese Probleme anzugehen und aufzuarbeiten, etwas in meinem Leben zu ändern, damit ich nicht mehr zum Alkohol oder anderen Suchtmitteln greifen muß um mein Leben "ertragen zu können".

LG
Celina
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panther
Topuser
Topuser


Anmeldungsdatum: 10.10.2007
Beiträge: 1778
Wohnort: ich wohne in mir. mein zu hause ist meine seele

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BeitragVerfasst am: 08 Sep 2009 4:07    Titel: Antworten mit Zitat

http://www.selbsthilfe-alkoholiker.de/topic,8110,-das-ende-einer-sucht.html#95278
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female
Eroberer
Eroberer


Anmeldungsdatum: 01.10.2009
Beiträge: 10

germany.gif
BeitragVerfasst am: 01 Okt 2009 7:13    Titel: Antworten mit Zitat

Da ich glaube die Heilungsmethoden sind so vielfältig wie die Zahl der Süchtigen ist doch alles was helfen kann wichtig .

Vielen hilft es auch ,die Abstinenz durchzuhalten ,in dem sie eben den Stolz es ohne etwas(Medikament Hypnose usw.) geschafft zu haben als Energiequelle nutzen.Gelingt aber nicht allen.

Interview mit Dr.Ameisen
Ob Baclofen an der Sterblichkeit etwas ändern wird, müssen wir erstmal abwarten. Manche sagen, Alkoholsucht zu bekämpfen ist eine Frage der Willenskraft.

Ja, es gibt Menschen, die schaffen es, aufzuhören, dank ihres Willens. Wunderbar, wenn sie es können. Ich kenne aber auch Leute, die 15 Jahre abstinent waren und 15 Jahre lang verzweifelt gegen das Craving ankämpften. Jetzt nehmen sie Baclofen, und ihr Leben ist endlich lebenswert. Das ist es, was es tut: Es befreit Sie von einem unerträglichen Druck. Der Grund, Drogen zu nehmen, fällt weg.
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Bernstein
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Anmeldungsdatum: 25.06.2009
Beiträge: 1569

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BeitragVerfasst am: 01 Okt 2009 8:06    Titel: Antworten mit Zitat

hallo zusammen

ich werde das ganze interview kopieren
damit man die komplette übersicht hat

meine ansicht zu diesen mittel

Nein, ein Substitut ersetzt immer nur eine bestimmte Droge. Baclofen aber hilft, weil es die Sucht an sich blockiert.

so weit so gut .. wäre ja schön wenn sich das bewahrheiten würde



Ich weiß von keinem einzigen Patienten, bei dem Baclofen nicht gewirkt hätte, außer jenen, die gar nicht aufhören wollten und nur von Angehörigen zur Therapie gedrängt wurden.

ich dachte die substanz blockiert die sucht , also das suchtgedächnis .
wie passt das zusammen ... bei dem der wirklich aufhören will, hilft das mittel und bei betroffenen die zum entzug gedrängt wurden hilft es nicht ?

dann muss ich kein mittel nehmen , wenn das mittel nur bei betroffenen wirkt , die sowieso die einsicht haben , das sie suchtfrei leben möchten.

Seit 2004 bis zum Erscheinen meines Buchs 2008 wurden gerade mal zwölf Alkohol-Patienten weltweit mit Baclofen behandelt - zehn in Genf und zwei in Paris. Unter dem öffentlichen Druck, seit das Buch heraus kam, sind es nun mehr als 300.


300 alkoholpatienten wurden bis dato interview mit diesem mittel behandelt ...
hier fehlen studien ... langzeitstudien .
was ist mit eventuellen spätfolgen, die das mittel mit sich bringen könnte ?

das sind meine gedanken dazu

l.g. bernstein




Interview mit Olivier Ameisen

"Frei vom Verlangen nach Alkohol"

Der Kardiologe Olivier Ameisen preist das neurologische Medikament Baclofen als Mittel gegen Alkoholismus an. Leider gibt es noch keine Studien, die das belegen.



Olivier Ameisen ( Franck Ferville)

Monsieur Ameisen, sind Sie Alkoholiker?

Ich war ein hoffnungsloser Alkoholiker, aber ich bin es zum Glück seit bald sechs Jahren nicht mehr. Alkoholismus ist eine chronische Krankheit, die bei mir erfolgreich behandelt wird - wie bei anderen Bluthochdruck.



Sie haben 2004 mit Hilfe des Medikaments Baclofen mit dem Trinken aufgehört und nehmen es weiterhin?

Ich hatte alle verfügbaren Therapien ausprobiert - erfolglos. Dann stieß ich auf erste wissenschaftliche Hinweise, dass das in der Neurologie eingesetzte Medikament Baclofen auch gegen Sucht hilft. Inzwischen nehme ich Baclofen, weil es mir gegen meine Angststörung hilft. Und es sorgt dafür, dass ich keinen Rückfall bekomme. Das ist unter Baclofen-Einfluss unmöglich.

Das klingt ja so, als sei Baclofen eine Art Substitut für Alkohol?

Nein, ein Substitut ersetzt immer nur eine bestimmte Droge. Baclofen aber hilft, weil es die Sucht an sich blockiert.

Bewiesen ist das ja noch nicht...

Aber die Hinweise aus der Praxis mehren sich. Dr. Fred Levin von der Northwestern University in Chicago hat 14 Patienten behandelt und erklärt sie sämtlich für 100 Prozent geheilt. Andere Ärzte, wie Pascal Gache von der Universität Genf melden mir eher 90 Prozent. Das ist bei einer offiziell als unbehandelbar geltenden Krankheit bemerkenswert.

Müsste nicht erst mal in einer klinischen Studie bewiesen werden, dass Baclofen wirklich hilft?

Ich weiß von keinem einzigen Patienten, bei dem Baclofen nicht gewirkt hätte, außer jenen, die gar nicht aufhören wollten und nur von Angehörigen zur Therapie gedrängt wurden.

Aber Dr. Ameisen, Sie als Professor der Medizin und angesehener Kardiologe wissen doch, nach welchen Regeln und ethischen Grundsätzen Wissenschaft funktioniert

Selbstverständlich. Ich bin schließlich derjenige, der eine große unabhängige Studie fordert. Und das tue ich schon seit meinem ersten Aufsatz von 2004. Das Problem ist, dass Baclofen nicht mehr dem Patentschutz unterliegt. Die Pharmaindustrie hat deshalb kein Interesse daran, in die Forschung zu investieren. Seit 2004 bis zum Erscheinen meines Buchs 2008 wurden gerade mal zwölf Alkohol-Patienten weltweit mit Baclofen behandelt - zehn in Genf und zwei in Paris. Unter dem öffentlichen Druck, seit das Buch heraus kam, sind es nun mehr als 300. Und endlich werden nun auch Studien vorbereitet. Eine vom Herausgeber der medizinischen Fachzeitschrift Alcohol and Alcoholism, Jonathan Chick, in Edinburgh und eine in London - beide für Alkohol.

Es wird jetzt also Studien geben? Das ist eine neue Entwicklung.

Ja außer den beiden genannten eine an der University von Pennsylvania, die Baclofen bei Kokain-Abhängigen testet, und drei, die es mit Blick auf Nikotin prüfen.

Deutsche Suchtexperten halten Baclofen für vielversprechend, sagen aber, vor dem Einsatz brauchen wir eine Studie dazu

Ich will die Studie ja auch, aber wenn ein Alkoholkranker mit tödlicher Leberzirrhose zum Arzt geht und nach Baclofen verlangt, weil keine andere Behandlung ihm geholfen hat - ist es dann richtig zu sagen: Ich lehne das ab, so lange es keine Studie gibt? Der Patient könnte den Arzt verklagen. Es gibt keinen medizinischen Grund, einem verzweifelten Patienten eine Arznei zu verweigern, die harmlos ist, und von der Neurologen 300 Milligramm täglich verschreiben. Außerdem: Jedermann benutzt Aspirin gegen Kopfschmerz. Meines Wissens gab es nie eine klinische Studie dazu. Trotzdem benutzt man es. Zum medizinischen Handwerk gehört es schließlich auch, gesunden Menschenverstand einzusetzen.

Aber Sie wissen natürlich: Wenn ein Arzt Baclofen verschreibt, ohne dass es zugelassen ist, und dem Patienten passiert etwas, kann er auch verklagt werden.

Baclofen ist ja zugelassen - als Standard-Arznei gegen Muskelkrämpfe. Wenn ein Arzt überzeugt ist, dass ein zugelassenes Medikament auch gegen ein anderes Krankheitsbild hilft, kann er es jederzeit verschreiben. In den USA werden 25 Prozent der Arzneien auf diese Art - off-label - verschrieben, in der Psychiatrie sogar 60 Prozent. Das ist Routine. Als Arzt sollte man verschreiben, was im besten Sinne des Patienten ist.

Aber wer kann sagen, ob Baclofen wirklich sicher ist?

Baclofen gilt als sehr sicher. Schließlich ist es seit vier Jahrzehnten auf dem Markt. Es ist sicherer als Aspirin. Es gibt Patienten, die erfolglos versuchten, sich mit Baclofen umzubringen, mit 2,5 Gramm - ein Vielfaches der Dosis von bis zu 400 Milligramm täglich, die man als Abhängiger nimmt. Wenn man das gleiche mit Paracetamol oder Aspirin versuchen würde, wäre man tot.

Das Ergebnis der Studien könnte ja auch sein, was manche Suchtexperten hier vermuten, dass Baclofen nicht allen Alkoholabhängigen hilft, sondern nur einer bestimmten Gruppe - jenen mit Angststörungen. Wäre das akzeptabel für Sie?

Es wäre zumindest ein Anfang. Ich habe während meiner jahrelangen Therapien viele Alkoholiker kennen gelernt, die aus ähnlichen Gründen zur Flasche griffen. Ihnen zu helfen wäre ein großer Gewinn.

Ist Baclofen eine Wunderdroge?

Nein, ich glaube nicht an Wunderdrogen. Wissenschaft hat mit Wundern nichts zu tun. Aber wie beurteilt man ein Medikament? Danach, wie sich sein Einsatz über einen Zeitraum von zehn Jahren auf die Sterblichkeit auswirkt. Beispiel Aids: Vor zehn Jahren noch war die Todesrate bei 100 Prozent, heute stirbt dank neuer Medikamente niemand mehr an Aids. Medikamente wie Naltrexon und Acamprosat, die den Patienten gegen die Gier nach Alkohol, das sogenannte Craving, helfen sollen, haben an der Sterblichkeit in den vergangenen 20 Jahren nichts geändert. Anders Baclofen: Es gibt dutzende Beispiele von Alkoholkranken, die innerhalb weniger Wochen melden konnten: "Es ist vorbei!" Einfach so. Baclofen funktioniert nur dann nicht, wenn man es nicht benutzt.

Ob Baclofen an der Sterblichkeit etwas ändern wird, müssen wir erstmal abwarten. Manche sagen, Alkoholsucht zu bekämpfen ist eine Frage der Willenskraft.

Ja, es gibt Menschen, die schaffen es, aufzuhören, dank ihres Willens. Wunderbar, wenn sie es können. Ich kenne aber auch Leute, die 15 Jahre abstinent waren und 15 Jahre lang verzweifelt gegen das Craving ankämpften. Jetzt nehmen sie Baclofen, und ihr Leben ist endlich lebenswert. Das ist es, was es tut: Es befreit Sie von einem unerträglichen Druck. Der Grund, Drogen zu nehmen, fällt weg.

Interview: Frauke Haß
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celina
Gast





BeitragVerfasst am: 01 Okt 2009 8:33    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ja, es gibt Menschen, die schaffen es, aufzuhören, dank ihres Willens. Wunderbar, wenn sie es können. Ich kenne aber auch Leute, die 15 Jahre abstinent waren und 15 Jahre lang verzweifelt gegen das Craving ankämpften. Jetzt nehmen sie Baclofen, und ihr Leben ist endlich lebenswert. Das ist es, was es tut: Es befreit Sie von einem unerträglichen Druck. Der Grund, Drogen zu nehmen, fällt weg.


es löst sicher nicht die Probleme die ich habe!!! Die kann ich nur selber lösen, aufarbeiten. Das ist wohl etwas zu einfach meiner Meinung nach, dieser Druck kommt ja irgendwo her, und wenn der Grund dafür nicht angegangen und aufgearbeitet wird, dann bleibt er auch ...

Also müßte ich dieses Mittel dann ständig nehmen um abstinent leben zu können? Wenn ich es weglasse, kommt der Druck wieder und damit Suchtdruck?

Nee für mich wär das nichts, damit würde ich mich nicht wirklich frei fühlen.

Für mich gibt es nur eine Heilungsmethode die langfristig zu Erfolg führt und ein freies zufriedenes abstinentes Leben ermöglicht.

Keine Suchtmittel konsumieren und den Grund finden, aufarbeiten, sich verändern, damit kein Konsum an Suchtmitteln/Ersatzmitteln mehr benötigt wird.

LG
Celina
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Bernstein
Topuser
Topuser


Anmeldungsdatum: 25.06.2009
Beiträge: 1569

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BeitragVerfasst am: 01 Okt 2009 8:44    Titel: Antworten mit Zitat

@ celina

Für mich gibt es nur eine Heilungsmethode die langfristig zu Erfolg führt und ein freies zufriedenes abstinentes Leben ermöglicht.

Keine Suchtmittel konsumieren und den Grund finden, aufarbeiten, sich verändern, damit kein Konsum an Suchtmitteln/Ersatzmitteln mehr benötigt wird.

das ist eine sehr gesunde einstellung ,auch aus meiner sicht als angehörige .

da hört jemand auf alkohol zu konsumieren , nimmt aber dafür eine andere "droge" ....

das ist im grunde den teufel mit dem beelzebub austreiben .


l.g. bernstein
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celina
Gast





BeitragVerfasst am: 01 Okt 2009 9:05    Titel: Antworten mit Zitat

genau bernstein
es ist ein Ersatz - keine Lösung

Das sind diese "Strohhalme" an die sich die Leute klammern, wie Peter Pan auch schon schrieb, genauso wie die gefährlichen Versuche des kontrollierten Trinkens

Zitat:
Als Arzt sollte man verschreiben, was im besten Sinne des Patienten ist.


Im besten Sinne des Patienten? Es ist sicher nicht im Sinne eines Patienten jahrelang Medikamente zu nehmen wenn es auch ohne geht, was unzählige Erfahrungen beweisen.

Was hat das denn für Nebenwirkungen?

Nichttrinken durch die eigene Willenskraft hat keine Nebenwirkungen und schädigt den Körper und die Psyche nicht, sondern läßt uns heilen - gesund werden !
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Bernstein
Topuser
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Anmeldungsdatum: 25.06.2009
Beiträge: 1569

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BeitragVerfasst am: 01 Okt 2009 9:10    Titel: Antworten mit Zitat

ja je länger man in google sucht je mehr findet man

Der französische Arzt skizziert seine Geschichte in dem Buch "Das Ende meiner Sucht". Heute könne er, wenn er wolle, ein Glas Wein trinken und problemlos das zweite ablehnen. Nach den bekannten Regeln der Sucht ist das undenkbar, man nutzt nicht ohne Grund das Wort "trocken", um den Zustand von Ex-Alkoholikern zu beschreiben.

da macht sich jemand ein riesen tor zum trinken auf ...

da wiederspricht sich einiges von dem was er schreibt.

http://wap.stern.de/op/stern/de/ct/-X/detail/gesundheit/Vorsto%DF-Mediziners-Neues-Medikament-Alkoholsucht/1506268/home/


l.g. bernstein
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Nordlicht
Neuling
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Anmeldungsdatum: 11.10.2009
Beiträge: 1

germany.gif
BeitragVerfasst am: 11 Okt 2009 19:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo.Bin Jürgen..hab mich grad erst angemeldet und muss schon gleich meinen Senf dazugeben.
ganz kurz zu meiner Person:
Nach 4 mißglückten Therapien kann man mich wohl Hardcore Alki nennen.

Möchte niemandem zu nahe treten aber einige Kommentare haben mich ein wenig aufgeregt.

Natürlich bin Ich nicht so naiv, das ich an eine Wunderpille glaub.
Ausserdem weiß ich das die Gründe für eine Alkoholsucht sehr vielschichtig sind.
Aber Ich finde das man einer neuen Sache wenigstens ne Chance geben sollte.

Celina, bewunder Dich für Deine Power..Ich hab leider nicht die Kraft..Ich möchte lieber ein lebenlang Medikamente nehmen als mich totzusaufen.

Guss Jürgen
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celina
Gast





BeitragVerfasst am: 12 Okt 2009 7:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Jürgen,

herzlich Willkommen hier bei uns, schön das du da bist Smile

Ich gebe neuen Dingen natürlich eine Chance, Medikamenten gegen Depressionen, Angststörungen usw. - klar, und es ist natürlich auch notwendig das diese Medikamente, wenn sie verschrieben werden, auch eingenommen werden.

Und, wenn ich richtig gelesen habe, ist dieses Medikament ein in der Neurologie eingesetzes Medikament, das gegen Angststörungen wirkt.

Nun ja, es ist sicher richtig das es Menschen gibt, denen dieses Mittel das Leben retten kann, weil sie den Weg aus der Sucht nicht durch die Willenskraft alleine schaffen. Nur finde ich das mit solchen Beiträgen einfach vorsichtig umgegangen werden muß und genau psychologisch geprüft werden sollte, ob dieses Mittel bei einem Menschen dringend notwendig ist oder ob ein Mensch seine eigenen inneren Kräfte und Ressourcen "aktivieren" kann und dadurch die Kraft findet seine Probleme aufzuarbeiten und es auch ohne ein Medikament schaffen kann.

Weißt du ich hab auch nicht immer Power, ich hab wirklich momentan einen großen Brocken "zu verdauen" - und manchmal bin ich am Boden zerstört, denk mir: Mein Gott, wann hört das endlich auf" - kaum gehts mir mal einen Tag besser, kommt am nächsten Tag schon wieder eine Krise - aber ich lass mich nicht von diesem Teufel besiegen, und ich find mich auch nicht damit ab. Und gut, wenn ich jetzt vorrübergehend ein Medikament nehmen müßte, um mich zu stabilisieren und stabil zu bleiben bis ich meine inneren Kräfte nutzen und anwenden kann, dann wäre das auch erst mal ok. Aber ich würd mich nicht damit abfinden wollen das ich mein Leben lang den Alk durch ein anderes Medikament ersetzen muß.

Ich mach jetzt auch die zweite Therapie, hatte auch Rückfälle, aber es geht weiter und ich werd immer kämpfen und niemals aufgeben, das ist etwas das ich mir selbst geschworen und versprochen habe.

Vielleicht magst du ja im Vorstellungsgespräch noch bißchen mehr über dich erzählen, hier kannst du dir alles von der Seele reden, die Menschen hier hören dir zu und du wirst hier sicher Hilfe bekommen, wenn du es willst.

Ich wünsch dir ganz viel Kraft auf deinem weiteren Weg.

LG
Celina
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celina
Gast





BeitragVerfasst am: 12 Okt 2009 8:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hab grad nochmal nachgedacht Mr. Green

ich mach jetzt auch schon meine vierte Therapie, wenn ich die ersten Anläufe (Tagesklinik, Kurzzeittherapie) vor der eigentlichen Langzeittherapie von 9 Monaten mit hinzunehme ...

LG
Celina
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celina
Gast





BeitragVerfasst am: 12 Okt 2009 8:18    Titel: Antworten mit Zitat

warum sind diese beiden letzten Beiträge von mir jetzt eigentlich zweimal drin Rolling Eyes - kann man die doppelten wieder löschen?
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