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Symthome am Anfang bei Abstinenz

 
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flori
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Anmeldedatum: 28.04.2013 09:04
Beiträge: 122

BeitragVerfasst am: Mi 29.05.2013 13:57    Titel: Symthome am Anfang bei Abstinenz Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

mich würde intressieren wer hat welche Erfahrungen gemacht am Anfang seiner Absinenz?Von der Psyche her und vom Körperlichen her. Gruss
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Desteny
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BeitragVerfasst am: Do 30.05.2013 06:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Flori,

Meinst du jetzt beim Entzug oder wie man sich anschließend fühlte?

Beim Entzug fühlte ich mich nervös, unruhig, unkonzentriert, fahrig usw.
Ich hätte es nicht ohne Unterstützung und der Sicherheit in einer Klinik
machen wollen.
Allein mit mir wäre ich wahrscheinlich mit all den Gefühlen und Symptomen
nicht zurecht gekommen.
Zumal ich mich dort, gerade was den körperlichen Entzug auf der sicheren
Seite befand.
_________________
Liebe Grüße
Desteny

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flori
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Beiträge: 122

BeitragVerfasst am: Do 30.05.2013 07:03    Titel: Antworten mit Zitat

Morgen,

ich meine nach dem Entzug.Wie war die Erfahrung wenn man in ein Gefühlschaos fällt Z.b. Liebe Grüsse :-)
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Desteny
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BeitragVerfasst am: Do 30.05.2013 07:17    Titel: Antworten mit Zitat

Das ging bei mir erst viel später los und nicht direkt nach dem Entzug,
da ich direkt danach mich mit andern Dingen beschäftigte nur nicht mit mir.
Ich entdeckte oder bzw. mir offenbarte sich ja der Mensch der ich war und
den kannte ich nicht, da ich ihn immer nur weggetrunken hatte.
Da fühlte ich mich öfter mal in einem Chaos was ich nicht verstand.
Mir half dann reden oder auch meine Gefühle aufzuschreiben.
Vor allem auch meinen Notfallkoffer griffbereit zu haben.
Nicht vor mir wegzulaufen sondern mich mit mir auseinanderzusetzen
aber nicht allein sondern Hilfen dabei anzunehmen.
_________________
Liebe Grüße
Desteny

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salomox3
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BeitragVerfasst am: Do 30.05.2013 11:58    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin ja einer derjenigen, die ohne Entgiftung den Weg in eine anhaltende Abstinenz gefunden haben.
Das gefährlich an der Sache ist allerdings der, dass man seine eigene Krankheit dann schnell verharmlosen kann und bei fehlenden Entzugserscheinungen schnell auf den Gedanken kommt, man sei ja gar kein richtiger Alkoholiker.

Das dunkle Tal, welches ich in meiner nassen Zeit Durchschreiten musste, zeigte mir aber immer wieder wie sehr mein Leben durch meinen unkontrollierten Umgang mit Alkohol beeinflusst wurde. Arbeitslosigkeit, Scheidung und letztendlich Obdachlosigkeit - all das habe ich meinen Trinkverhalten zu verdanken und so war es nicht der Entzug des Alkohols der mich in ein Gefühlschaos fallen lies sondern Schuldgefühle die mich am Anfang meiner Abstinenz so manche schlaflose Nacht bereiteten.

Ich lebte damals in einer trockenen Einrichtung für obdachlose Alkoholiker und erst mit Hilfe der Sozialarbeiter begriff ich, dass es wenig Zweck hat ständig auf die Scherben seines Lebens zu blicken sondern es einem mehr bringt aus demselbigen zu lernen - es eben nicht mehr so weit kommen zu lassen.
Ich war damals, teilweise, sehr euphorisch und dann gab es Tage voller Traurigkeit.
Ich versuchte meine Mitte zu finden, einen Weg der Vergangenheit und Gegenwart so im Einklang bringt, dass ich beides akzeptieren kann - zu dem zu stehen was ich damals falsch gemacht habe und dazu zu stehe was ich heute lebe - meine Abstinenz.

Auch heute zwickt es manchmal noch in der Seele aber vielleicht ist gerade dieses " Zwicken " dafür verantwortlich, dass ich meinen eigenen Weg nie verlassen habe.

LG, Klaus
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flori
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BeitragVerfasst am: Do 30.05.2013 16:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Klaus,

es ist bei mir so das ich 4 Entgiftungen gemacht habe und eine Langzeittherapie.ich bin jedesmal mit 0,00 Promille zur Entgiftung.Ich sehe das so das die Entgiftung für mich nichts ist.( Für mich ).Ich denke es kommt von derpsyche bei mir.Ich habe auch so einige Dinge gebracht im Suff.Ich weiss auch eil ich schon längere Zeiten hatte wo ich nichts getrunken habe wie schön es ist.Und das es mir erheblich besser geht.Thema Gefühle sind bei mir seid der Kindheit eine Sache sie zuzulassen.Ich bin wenn ich getrunken habe eine andere Persönlichkeit eine nicht gute ich weiss das alles.Auch während meiner Langzeit sind wir in die Stadt gegangen alles kein Thema ich habe Sport gemacht was sich herausgestellt hat war ein weglaufen vor mir.Ich muss vielleicht noch sagen ich hatt immer 5 bis6 tage nichts Getrunken dann abe 3 bis 4 Tage durch (Bier). Ich habe halt mit den Jahren so meine Psyche etwas sehr belastet.Ich will es schaffen und will einfach nur glücklich dabei sein mein wahres ich zeigen nüchtern natürlich.Mich so annehmen mit all meinen Gefühlen.Nur wenn man di ganze Kindheit mit dem Zeug gross wird muss man umdenken.Ich weiss das es ein langer schwerer Weg wird.Ich habe ode hatte das Glück das ich meine Wohnung und ich noch immer darauf geachtet habe das es mit dem finazen stimmt.So das ich keine Schulden habe.Ich weiss aber auch Psychisch immer wenn es mir schlecht ging und ich gewusst habe ich trinke heute etwas war alles weg alles war gut.as zeigt mir da ich voll drin bin.

Sory wollte eigentlich nicht so viel schreiben mir war danach :-) Gruss
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salomox3
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Beiträge: 7596

BeitragVerfasst am: Do 30.05.2013 20:18    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Sory wollte eigentlich nicht so viel schreiben mir war danach


Finde ich gut, dass du das aufschreibst was dich bewegt. :-)

Die stationäre Entgiftung dient ja zuallererst dazu den Körper zu entwöhnen. Es geht also darum körperliche Entzugserscheinungen so gering wie möglich zu halten. Die Psyche ist eigentlich der Knackpunkt bei alkoholkranken Menschen. Solange man sich vom Kopf her nicht darüber klar wird wie schädlich der Alkohol für einem selbst ist, wird es mit einer anhaltenden Abstinenz sehr schwer werden.

Ich weiß noch wie oft ich mir früher vorgenommen habe weniger zu trinken oder ganz aufzuhören. Der Wille war sicherlich da, doch im Kopf spielte sich etwas ganz anderes ab. Zum einem war es die Gewöhnung an Alkohol, zum anderen aber auch das Wissen über seine Wirkung.
" Alkohol tut mir gut auch wenn es nur ein Augenblick ist der mich aus der Realität wegführt, mich vergessen lässt. "
Negative Gefühle abzuschwächen etwas positives erfahren - der Rausch macht es möglich und das waren meine Gedanken damals und genau diese Gedanken haben mich immer weiter in die Abhängigkeit getrieben.

Einen Schlussstrich zog ich erst als nichts mehr ging, außer vielleicht zu sterben. Es sind meist die persönlichen Tiefpunkte die wirklich zu einem Umdenken führen, doch sind diese Tiefpunkte nicht nur dort zu finden, wo das Leben für einem plötzlich aufhört. :-)

Vielleicht kann man auch dieses Wort " Tiefpunkt " durch das Wort " Klarheit " ersetzen. Niemand muss soweit sinken, dass Schmerzen und persönliches Leid zum Auslöser einer persönlichen Abstinenz werden.
Die Klarheit liegt bei uns selbst und klare Gedanken entstehen nun mal im Kopf.

Die Wirkung des Alkohols darf also nicht lebensbestimmend werden und jeder Mensch kann ohne weiteres auch ohne Alkohol leben.
Es wird in unserem Leben immer gute und schlechte Zeiten geben. Wir werden glücklich und traurig sein, voller Hoffnung und sehr oft enttäuscht werden. Das alles gehört zum Leben dazu und egal wie oft wir uns aus dieser Realität herauskatapultieren sie wird uns immer wieder einholen. Warum sie dann also nicht gleich annehmen - diese Gefühle zulassen ohne sie für einen Augenblick zu betäuben?

Der Weg in die eigene Abstinenz ist niemals ein einfacher Weg. Feste Gewohnheiten, Erfahrungen welche wir lange Zeit mit etwas positiven verbunden haben lassen sich nicht so einfach löschen. Man kann sie aber umschreiben. Sie verblassen immer mehr wenn wir etwas neues, etwas besseres gefunden haben. Etwas woran wir glauben, etwas das unser eigenes Leben lebenswerter macht. Glaubt man daran, klappt es auch mit einer anhaltenden Abstinenz.

LG, Klaus
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tommy_der_hesse
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BeitragVerfasst am: Mo 03.06.2013 23:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, zusammen,

körperlich konnte ich glücklicherweise recht schnell vom Alkohol loskommen, da ich auf dem Weg nach ganz unten noch rechtzeitig von der Polizei ausgebremst wurde. Mir war schon einige Zeit vorher klar, dass ich ein Problem mit mir rumschleppte, aber erst der Verlust des Führerscheins zwang mich dazu, mich ihm zu stellen.

In den ersten Tagen merkte ich den körperlichen Entzug dadurch, dass ich bei jeder Temperatur ins Schwitzen geriet. Die Selbsthilfegruppe, die ich mir gleich auf Empfehlung meines Hausarztes gesucht hatte, machte mir aber auch schnell deutlich, dass der Entzug im Kopf etwas länger dauern würde. Zu diesem Entzug gehörte auch eine ambulante Psychotherapie, in der ich zum ersten Mal die Baustellen bearbeiten konnte, vor denen ich über viele Jahre hinweg in den Alkohol geflüchtet war.

Ich muss bis heute davon ausgehen, dass ich ohne den Verlust des Führerscheins noch sehr viel tiefer gesunken wäre. Wenn das eigene Bewusstsein, dass etwas nicht stimmt, gegen den Alkohol keine Chance mehr hat, hilft wahrscheinlich nur noch ein einschneidendes Erlebnis, um die Abwärtsspirale zu stoppen.

Und Hoffnung macht, dass jeder Tag ohne Alkohol stärker macht gegen das, was mich früher zur Flasche getrieben hat. Dank der durch die Abstinenz wiedergewonnenen Kraft - und mit der Unterstützung meiner Gruppe - konnte ich so auch Anfang dieses Jahres mehrere belastende Ereignisse überstehen, wegen denen ich mich früher "ertränkt" hätte.

Dass meine Abstinenz inzwischen so stabil ist, habe ich meiner Familie und meinem Freundeskreis zu verdanken, die mich auf meinem Weg zurück begleitet und unterstützt haben - und den Mitgliedern meiner Gruppe, mit denen ich mich jede Woche auch über Themen austauschen kann, die ich früher alleine mit mir herumgeschleppt habe. Diese festen Bindungen haben für mich einen großen Anteil an einer langfristig stabilen Abstinenz, und deswegen bin ich fest davon überzeugt, dass eine Selbsthilfegruppe, in der mann/frau sich heimisch fühlt, zur Abstinenz dazugehört - damit der Alkohol nicht wieder die Oberhand gewinnt.

Viele Grüße

Tommy
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