Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum für Betroffene und Angehörige bei Suchtproblemen mit Alkohol :: Thema anzeigen - Ärzte und das Thema Alkoholismus
Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum für Betroffene und Angehörige bei Suchtproblemen mit Alkohol  Foren-Übersicht


Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum für Angehörige und Betroffene
bei Suchtproblemen mit Alkohol

- anonymer Meinungsaustausch -
 



User befinden sich im Chat

 FAQFAQ   SuchenSuchen   MitgliederlisteMitgliederliste   BenutzergruppenBenutzergruppen   RegistrierenRegistrieren 
 ProfilProfil    Beiträge seit dem letzten Besuch LoginLogin 
 

Ärzte und das Thema Alkoholismus

 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum für Betroffene und Angehörige bei Suchtproblemen mit Alkohol Foren-Übersicht -> Information um und zu Alkohol, Alkoholismus und Co-Abhängigkeit
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
harry2406
Gast





BeitragVerfasst am: Mo 31.01.2011 11:53    Titel: Ärzte und das Thema Alkoholismus Antworten mit Zitat

Hallo,
ich möchte hier mal meine Erfahrungen mit Ärzten schildern wenn es um Alkoholismus geht. Ich habe hier in einem anderen Thread geschildert dass mein Schwiegervater ein Delirium hatte.

Ich bin sofort zu einem Arzt und habe ihn gefragt ob man ihm Medikamente verabreicht. Der sagt mir ja man hätte das auch schon bemerkt, dass da wohl ein Delirium auf Grund des Alkoholentzugs (mein Schwiegervater hatte einen Herzinfarkt mit Herzstillstand)entstanden sei.

Es hat sich dann zum Glück alles so entwickelt dass es das überlebt hat. Ich habe ihm dann gesagt dass er aber keinen Tropfen Alkohol mehr trinken darf. Es hat das auch eingesehen. Bis 3 Tage später als ich ihn mit meiner Frau zusammen besucht habe. Der selbe Arzt der ihn wegen des Deliriums behandelt hat hat ihm gesagt er dürfe schon ein Gläschen Wein trinke eben alles in geringen Mengen.

Ich wusst da schon was kommt. 6 Monate später hat er seinen 2. Herzinfarkt bekommen an dem er starb und überall hat dann meine Schwiegermutter leere Schnapsflaschen gefunden was ja auch für einen Alkoholiker klar ist.

Hätte der Arzt sich da raus gehalten hätte mein Schwiegervater noch einige schöne Jahre erleben können.

Ich bin auf eure Erfahrungen mit Ärzten in Bezug auf Alkoholismus gespannt.

Lieben Gruß
Harry
Nach oben
Desteny
Moderatorin
Moderatorin


Anmeldedatum: 16.11.2009 16:11
Beiträge: 12950
Wohnort: Bochum

BeitragVerfasst am: Mo 31.01.2011 12:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Harry,

Bei mir war es so das ich ja jahrelang keinen Arzt besuchte
und ich mir für meinen Entzug einen suchen mußte und sei es
nur für die Einweisung in die Klinik.
Ich fand eine Ärztin die sehr kompentent war in Sachen Sucht
und sie begleitet mich bis heute . Sie war und ist als
Ansprechpartnerin immer für mich da und zu meiner schwierigen
Zeit mit Udo konnte ich sie auch Nachts anrufen wenn mir danach
war .
Sie nahm sich immer ausreichend Zeit für unsere Gespräche und
man kam sich nicht wie es oft bei Ärzten der Fall ist irgendwie
abgefertigt vor.
Auch mit Medikamente die ich teilweise nehmen mußte und mit
meiner auch noch damaligen Thomapyrin Sucht ging sie sehr
fachgerecht mit um .
Ich persönlich kann nur gutes von ihr berichten .
Auch bei meinem Neurologen wo ich wegen meiner Polyneuropathie
in Behandlung bin fühle ich mich gut aufgehoben.


Liebe Grüße
Petra
_________________
Liebe Grüße
Desteny

*Meine innere Zufriedenheit ist eine Heimkehr zu mir Selbst*
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
Max
Topuser
Topuser


Anmeldedatum: 20.09.2008 12:09
Beiträge: 3020
Wohnort: Land Brandenburg

BeitragVerfasst am: Mo 31.01.2011 13:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Harry, ich denke dass jeder Allgemeinmediziner, wenigstens das Grundwissen haben sollte, was Alkoholismus angeht.
Jetzt ist die Frage, hast du es selbst mit bekommen, dass der Arzt das so gesagt hat, oder hat er dir dass erzählt.
Mein Bruder wollte mir damals nämlich auch erzählen dass er weniger trinken soll, obwohl er die Diagnose "Abhängig" bekommen hat.
Ich möchte deinem Schwiegervater wirklich nichts unterstellen, aber es wäre nichts außergewöhnliches.
Als ich damals zu meinem Hausarzt ging, und ihm sagte dass ich Alkoholiker bin, sagte er nur, ich weiß.
Aber er hatte mich vorher nie darauf angesprochen.
Wichtig war für ihm, wenn ich mal blau gemacht habe, dass ich ihm nicht die Taschen voll gehauen habe. Ich hab dann gesagt, es war Gestern bisschen viel, und ich bekam den Schein.
Ansonsten hatte ich, was Alkohol betrifft, nicht so viel mit ihm zu tun.

Detlef
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
harry2406
Gast





BeitragVerfasst am: Mo 31.01.2011 19:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Desteny hallo Max,

das mit dem Grundwissen bei Allgemeinmedizinern sollte wohl so sein aber ist eben nicht. Ich habe da noch so eine Geschichte von früher. Als ich damals meine Entziehungskur beantragte musst ich ja auch zur Hausärztin. Der habe ich gesagt, dass ich schon vorher mit dem Alkohol aufhören wolle damit ich es dort leichter habe, so war das auch mit Heidi vereinbart. Die Ärztin meine dann das dürfe ich nicht ich solle 3 Bier am Tag trinken eins morgend eins mittags eins abends. Natürlich war ich dann eine Woche später stock betrunken in ihrer Sprechstunde und die hat sich noch beschwert. Wenn ich 3 am Tage hätte trinken können hätte ich wohl nicht zu Entziehung gemusst. Und Max das mit dem Schwiegervater war schon so wie er sagt ich habe nachgefragt bei dem Arzt. Der wusste gar nicht was ich denn von ihm wollte. Kommt aber vielleicht auch daher das ich in einer eher ländlichen Gegend komme.

Lieben Gruß
Harry
Nach oben
Desteny
Moderatorin
Moderatorin


Anmeldedatum: 16.11.2009 16:11
Beiträge: 12950
Wohnort: Bochum

BeitragVerfasst am: Mo 31.01.2011 19:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Harry ,

Hmmmmm

Zitat:
Als ich damals meine Entziehungskur beantragte musst ich ja auch zur Hausärztin.


Ich mußte auch weitertrinken bis ich in die Entzugsklinik kam damit ich nicht krampfe oder in ein Delir falle so sagte es mir meine Ärztin womit sie auch vollkommen Recht hatte.
Es ist und das weißt du doch auch zu gefährlich ohne ärztliche Hilfe zu entziehen bzw zu entgiften .

Ich kann da keinen Fehler von deiner Ärztin sehen .

Liebe Grüße
Petra
_________________
Liebe Grüße
Desteny

*Meine innere Zufriedenheit ist eine Heimkehr zu mir Selbst*
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
harry2406
Gast





BeitragVerfasst am: Mo 31.01.2011 20:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Desteny,

der Fehler besteht darin zu glauben dass ein Alkoholiker 3 Bier am Tag trinken kann und das auch so kontrollieren kann. Dann braucht er nicht aufhören zu trinken, dann ist er kein Alkoholiker.

Lieben Gruß
Harry
Nach oben
Gad007
Topuser
Topuser


Anmeldedatum: 30.01.2011 16:01
Beiträge: 265
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: Mo 31.01.2011 20:56    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe geteilte Erfahrungen mit Ärzten in Bezug auf Alkohol gesammelt.....

Da ich eigentlich koerperlich und geistig immer gut beisammen war und bin, wurde mein Problem von älteren Ärzten verharmlost.....

.....die jüngeren haben mich meist an Suchtberatungsstellen verwiesen.

Ich gehe auch nicht verkatert oder betrunken zum Arzt.

Aber im Laufe meines Lebens bin ich was Ärzte und Alkohol angeht, schon Pontius zu Pilatus gelaufen und habe teilweise auch mit dem Kopf schütteln müssen. :roll:

Im Bekanntenkreis war es bei schwerem Alkoholismus eigentlich so, dass auch immer der Ratschlag gegeben wurde: Weitertrinken bis zur stationären Aufnahme.....
Aber auch unter der Prämisse, zu reduzieren oder die Alkoholart zu wechseln von Hochprozentigem zu Bier z. B.
.....was ich auch für schwierig für die Betroffenen halte.....im Gegenteil: Einige, die ich kenne, haben vor der stationären Aufnahme noch mal richtig zugeschlagen, als wenn die Tage drauf die Prohibition wieder ausgerufen würde.
Da war von reduzieren nix zu merken.....
_________________
Liebe Grüsse

Marion
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Desteny
Moderatorin
Moderatorin


Anmeldedatum: 16.11.2009 16:11
Beiträge: 12950
Wohnort: Bochum

BeitragVerfasst am: Mo 31.01.2011 21:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Harry

Aber du hattest ihr doch gesagt das du in den Entzug gehst und ja ich konnte mich auch reduzieren wo es anstand das ich in die Klinik gehe in dem Zeitraum .


Liebe Grüße
Petra
_________________
Liebe Grüße
Desteny

*Meine innere Zufriedenheit ist eine Heimkehr zu mir Selbst*
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
Max
Topuser
Topuser


Anmeldedatum: 20.09.2008 12:09
Beiträge: 3020
Wohnort: Land Brandenburg

BeitragVerfasst am: Mo 31.01.2011 21:21    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe dass mit dem reduzieren auch schon versucht, wie wahrscheinlich schon jeder Alkoholiker, aber das hat nie wirklich geklappt.
Bei mir lag das auch an daran, dass ich krampfte wenn ich zu wenig Stoff drin hatte, und mir war die Gefahr einfach zu groß, unter mein Minimum zu fallen und dann ab zuklappen.
Deshalb immer die Devise, was drin ist hilft, und lieber etwas mehr als zu wenig.

Detlef
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Desteny
Moderatorin
Moderatorin


Anmeldedatum: 16.11.2009 16:11
Beiträge: 12950
Wohnort: Bochum

BeitragVerfasst am: Mo 31.01.2011 21:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Detlef,

Ich hatte immer so getrunken das kein flattern kam und es mir gut ging aber deutlich weniger als vorher .
Ich war ja Biertrinkerin und hatte zum Schluß 9 Flaschen am Abend .


Liebe Grüße
Petra
_________________
Liebe Grüße
Desteny

*Meine innere Zufriedenheit ist eine Heimkehr zu mir Selbst*
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
harry2406
Gast





BeitragVerfasst am: Di 01.02.2011 13:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Desteny,

es gibt verschiedene Arten von Alkoholikern. Spiegeltrinker das warst wohl du wie du schrieben hast. Oder solche wie ich Quartalssäufer. Ich konnte 2 Wochen nichts trinken hat mir gar nichts ausgemacht. Nur an dem Tag wo ich das 1. Bier hatte habe ich nicht mehr aufgehört bis ich total betrunken war. Bei mir war der Kontrollverlust der Punkt des Alkoholismus.

Lieben Gruß
Harry
Nach oben
Desteny
Moderatorin
Moderatorin


Anmeldedatum: 16.11.2009 16:11
Beiträge: 12950
Wohnort: Bochum

BeitragVerfasst am: Di 01.02.2011 13:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Harry,

Hmmm....ich weiß nicht ob ich eine Spiegeltrinkerin war da ich nur am Abend trank aber ich fieberte dem Abend etgegen und die ersten drei Flaschen waren dann auch aus purer Gier auf Eggs...danach konnte ich dann zum ruhigeren Part meiner Trinkerei übergehen .
Morgens ohne Kater sehr früh aufgestanden und war fit bis zum Abend wo meine ersten drei Flaschen auf mich warteten.

Als für mich fest stand zu entziehen und ich alles erdenkliche dafür in die Wege geleitet hatte konnte ich mich sogar wieder ein wenig kontrollieren , bis auf einen Tag wo nicht genug Bier da war und mein Kopfdenken durchdrehte und ich zum ersten Mal zu einem Glas Rum griff um dieses Gefühl der Gier in mir weg zu bekommen .
Da hab ich mich fürchterlich vor mir selbst erschrocken da ich nie und wirklich nie harte Sachen getrunken hatte.

Liebe Grüße
Petra
_________________
Liebe Grüße
Desteny

*Meine innere Zufriedenheit ist eine Heimkehr zu mir Selbst*
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
Christa
Topuser
Topuser


Anmeldedatum: 29.04.2006 09:04
Beiträge: 6973

BeitragVerfasst am: Di 01.02.2011 13:49    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Harry,

Zitat:
Nur an dem Tag wo ich das 1. Bier hatte habe ich nicht mehr aufgehört bis ich total betrunken war


genau und aus diesem Grunde sollte man auf das eine Bier verzichten zwinkern:

Liebe Grüße
Christa
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
harry2406
Gast





BeitragVerfasst am: Di 01.02.2011 13:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Christa,

das ist ja auch der Grund warum ich zu dem Besuch eine stat. Therapie rate. Dort habe ich gelernt auf das 1. Glas zu verzichten. Dort habe ich für mich annehmen können dass ich Alkoholiker bin.

Lieben Gruß
Harry
Nach oben
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum für Betroffene und Angehörige bei Suchtproblemen mit Alkohol Foren-Übersicht -> Information um und zu Alkohol, Alkoholismus und Co-Abhängigkeit Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht teilnehmen.



Impressum


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
Deutsche Übersetzung von phpBB.de