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Rückfall muss nicht sein

 
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Desteny
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Anmeldedatum: 16.11.2009 16:11
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BeitragVerfasst am: Di 15.03.2011 20:29    Titel: Rückfall muss nicht sein Antworten mit Zitat

Hallo Ali

Bezugnehmend auf deinen Beitrag im Thema der Woche .

Habe es hierhin verschoben da im Thema der Woche keine Diskussionen stattfinden .

Zitat:
Natürlich möchte ich niemanden animieren, doch erstmal einen Rückfall zu bauen,


Dazu möchte ich dir einfach mal etwas aus meiner Sicht schreiben , was mir schon in der Klinik sehr zu denken gegeben hat da es meiner erste Entgiftung war ( und sie es hoffe ich auch bleibt ) dieses Gerede ....wie ein Rückfall gehört zum Karankheitsbild oder auch wie du schreibst das viele Betroffene erst richtig zufrieden wurden nach einem Rückfall.
Solche Aussagen verunsichern ungemein da man gerade am Anfang schon fast davon ausgeht eh einen Rückfall zu bauen ....gehört ja schließlich dazu ...!
Aber ich muß sagen, ich kann das bis jetzt nicht bestätigen und habe es auch nicht vor . Ich bin sehr zufrieden und eine Steigerung von Zufriedenheit? gibt es die ? Ich denke nicht . Und ein Rückfall gehört auch nicht unbedingt zum Krankheitsbild , ich kenne mitlerweile auch viele Alkoholiker die keinen Rückfall haben mit einer sehr zufriedenen langjährigen Abstinenz .
Wie gesagt , solche Aussagen können nur zu sehr großen Verunsicherungen führen so war es bei mir zu Begin meiner Trockenheit vor allem wenn diese Aussagen von langjährigen Alkoholikern kamen da ich dachte sie müssen das ja schließlich wissen aber dem ist nicht so ...bzw es muß nicht so sein .
Wollte das auch nur mal so kurz mit einwerfen da wir hier einige haben zur Zeit die gerade mal am zarten Anfang ihrer Trockenheit stehen und sie das verunsichern könnte .
_________________
Liebe Grüße
Desteny

*Meine innere Zufriedenheit ist eine Heimkehr zu mir Selbst*
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monja
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BeitragVerfasst am: Mo 11.07.2011 18:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ali,Hallo Desteny
Für mich ist der Rückfall eine Komplikation.Er muß nicht jeden Treffen,aber kann.
Wichtig ist das man ihn so schnell wie möglich beendet, wie man damit umgeht und das man sich das anguckt was einen zum stolpern gebracht hat.
Auch zählt eine absolute Ehrlichkeit gegenüber sich selbst.
Schuldgefühle und auch das als Versagen zusehen bringt nichts.mich hat es nach 7 Jahren getroffen und an dem Grund (Trauer)habe ich immer noch zuarbeiten.
Monja
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Desteny
Moderatorin
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Beiträge: 13005
Wohnort: Bochum

BeitragVerfasst am: Mo 11.07.2011 19:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Monja,

Zitat:
Er muß nicht jeden Treffen,aber kann.


Da gebe ich dir vollkommen Recht und da schließe auch ich
mich nicht aus .
Es kann immer Situationen im Leben geben die einen völlig
aus der Bahn werfen können und wie man dann darauf regiert
kann kein Mensch vorher sagen .
Wie du es schon sagtest wichtig ist das man dann , wenn es
passiert versucht möglichst schnell zu agieren und wieder
aufzustehen . Das man ehrlich zu sich selbst bleibt ist
dafür ein sehr wichtiger Bestandteil denk ich mal .
Ohne die eigene Ehrlichkeit geht eh nichts .

Nur wie gesagt das ein Rückfall zum Krankheitsbild gehört oder gar,
was ich öfter höre, das man erst mal selbst einen bauen sollte, sonst könne man gar nicht mitreden und all sowas damit kann ich und mag
ich mich gedanklich nicht anfreunden .
Ich finde , nach einem Rückfall ist man schlicht und ergreifend wieder
nass nur mit mehr Wissen wie beim ersten Erwachen wo man beschloß nicht mehr zu trinken .
_________________
Liebe Grüße
Desteny

*Meine innere Zufriedenheit ist eine Heimkehr zu mir Selbst*
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juergenbausf
Gast





BeitragVerfasst am: Mo 11.07.2011 19:55    Titel: Antworten mit Zitat

nö, Rückfall muss wirklich nicht sein.
Kann aber.

Per Definition ist jeder trockene Alkoholiker rückfallgefährdet.

Ein Rückfall kann nur die Gegenwart und die Zukunft verdunkeln.
Nicht die vergangenen trockenen Jahre.

Angst ist unnütz.
Selbsterkenntnis gefragt.
Rückfall stoppen, falls er auftritt.

Jürgen
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starman
Gast





BeitragVerfasst am: Mo 11.07.2011 21:04    Titel: Rückfalltheorien bis zum Umfallen Antworten mit Zitat

Ich habe das Gefühl, dass alle Jahre wieder eine neue alte Theorie "erfunden" wird, warum denn
- Rückfälle passieren
- Rückfälle passieren müssen
- Rückfälle gar nicht so schlimm sind
- Rückfälle ein wichtiger Teil der Alkoholiker-Lebenserfahrung sind

Und irgendwann singen wir dann alle das Lied vom Professor K. über das "kontrollierte Trinken" und dass ja so ein bißchen schicker einen echten Alki nicht umwirft.

Für mich gehört das ins Gruselkabinett der Rattenfängerei.

Klar, ein Rückfall kann passieren, das weiß jeder, der mal eine Weile eine SHG besucht hat. Und Rückfälle kommen viel häufiger vor, als uns das lieb wäre, auch bei Menschen, die ich sehr liebe. Und es bricht mir jedesmal das Herz, wenn ich sehe, wie einer sein Leben an einem Abend in die Tonne treten will.

Natürlich bedeutet ein Rückfall nicht automatisch den Tod, oder dass danach nichts mehr kommt. Es kann aber auch, und das ist leider viel häufiger der Fall sein, als wir das gerne hätten, der letzte Rückfall sein. Die, die dann Glück haben, fallen einfach tot um, die anderen vegetieren nach Delir verblödet vor sich hin. Oft ist es auch eine jahrelange Talfahrt, die dann folgt. Nichts von alldem erscheint mir erstrebenswert oder sonst irgendein Risiko wert.

Es geht ja nicht darum, jemand über Horrorszenarien und Angstmacherei vom Rückfall fernzuhalten. Wer saufen will, der wird auch saufen früher oder später. Aber es ist eben auch nicht dieses **** "ach, da hab ich eben nochmal hingelangt, was solls..." - es ist ein Spiel mit dem Tod und es kann auch mit dem Tod enden. Leichter wird danach jedenfalls nix.

Nicht falsch verstehen, ich bin der letzte, der den ersten Stein werfen dürfte: Ich war bereits fast ein halbes Jahr "ohne" (das Wort "trocken" wollte ich damals auf mich nicht anwenden) da war ich der Ansicht, meine Party könnte nun endlich weitergehen. Danach ging es so rapide bergab, dass mir Hören und Sehen verging und nach zwei Jahren war ich am Ende meines Weges angekommen. Ganz unten.
Auf diese Erfahrung hätte ich gerne verzichtet, diese beiden Jahre waren in jeglicher Hinsicht "verheerend" und haben so viel kaputt gemacht, dass ich dachte "das kriegst Du nie mehr hin".

Wir sind alle Menschen, die in ihren Entscheidungen frei sind. Jeden Morgen, wenn ich meinen Hintern aus dem Bett hebe, darf ich entscheiden, was ich heute tun will. Wenn ich der Meinung bin, dass das Saufen irgendwas lohnendes für mich sei, und der nächste Rückfall doch schnell wieder vorbei sei, dann werde ich wieder saufen. Wenn's keiner merkt, kann ich ja so tun als ob nichts gewesen wäre und meine schönen Jahresringe einfach weiterzählen. Und dann wäre ich was? Genau, ein versoffener, mieser Lügner mit einer langen Trinkpause. Und der nächste Rückfall wäre so sicher wie das Amen in der Kirche, weil ich ja entschieden habe, dass alles gar nicht so schlimm und so gefährlich sei. Und die anderen haben es nicht mal gemerkt! Eine Todesspirale.

Manchmal hören sich Rückfallschilderungen für mich so an, als ob die Rotweinflasche im Supermarkt einen angesprungen hätte oder sich überfallartig in den Hals geschoben hätte. Ich habe damals wieder getrunken, weil ich wieder dieses Gefühl haben wollte, dass ich nur besoffen kannte: frei aller Sorgen für ein paar Stunden und "Freunde" drumherum, die gar nicht schnell genug sternhagelvoll sein konnten. Und ich mittendrin! Herrlich! Da war vielleicht was los! Deswegen habe ich wieder getrunken, nicht aus Zufall oder weil es mir besonders gut oder schlecht ging. Ich trank, weil ich trinken wollte. Mehr Grund brauchte ich gar nicht und mehr gab es auch nicht.

Ich urteile nicht, ich verurteile nicht. Wer saufen will, der wird auch saufen. Ich kann nur eines tun: dem Freund, der rückfällig zu werden droht, die Sache so schwer machen, wie irgend möglich, und alles in die Waagschale werfen, was es an guten Argumenten pro Leben gibt.

Und wer rückfällig geworden ist, bekommt seine Chance, wenn er sie wirklich haben will.

Ich mag es einfach nicht, wenn mir ein Alkoholiker erzählt, dass der Rückfall doch gar nicht so schlimm sei und das Leben danach ja auch irgendwie weitergehe. Das klingt für mich nach Brückenbau für den nächsten Exkurs in die Suff - Niederungen und nicht nach dem ernsten Vorsatz, ein alkoholfreies Leben führen zu wollen.


Uns allen eine gute, rückfallfreie Zeit

der Sternenmann
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juergenbausf
Gast





BeitragVerfasst am: Mo 11.07.2011 21:44    Titel: Antworten mit Zitat

starman,

gut daß wir Dich haben und diese Diskussion hier geführt wird,
denn nichts ist besser als die Schilderung von jemandem, der
es erlebt hat.

Ich kann nur jedem raten, die Abstinenz VOR ALLES ANDERE zu stellen,
also vor Job, Beziehung, Freunde, Finanzen, Freizeit und und und.
Kein Job, der meinen SHG-Besuch gefährdet.
Keine Beziehung, die meine Abstinenz gefährdet.
Keine Freunde, die meine Abstinenz gefährden.
Keine Freizeitaktivitäten, die meine Abstinenz gefährden.

Dabei dem eigenen Gefühl vertrauen und lieber auf Nummer sicher gehen.
Nicht den Helden spielen.
So mache ich es und bin damit bisher gut gefahren.

Jürgen
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monja
Gast





BeitragVerfasst am: Mo 11.07.2011 22:10    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo
das was ich dazu geschrieben habe sollte keinen Freifahrtschein für einen Rückfall sein sonder nur aufzeigen das er als Komplikation dazu gehört.Wichtig ist doch nur das man ehrlich zu sich selbst ist und auf sich selbst achtet damit es nicht passiert.Ich will genau wie alle hier Trocken bleiben
Monja. :denken:
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schnuselina
Topuser
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Anmeldedatum: 09.03.2009 21:03
Beiträge: 5117

BeitragVerfasst am: Mo 11.07.2011 22:53    Titel: Antworten mit Zitat

huhu

mein freund hatte unlängst eine rückfall, und er schilderte es auch so..
das es ihn angesprungen hat, das er es einfach gemacht hat...
in dem moment...

im nachhinein hat er aber schon verstanden warum es passierte (zu lange unzufrieden vorher).

und er sieht den rückfall als was positives, denn er hat gemerkt wie eklig es eigentlich ist, besoffen zu sein.
er denkt das es gut so war, denn er hat daraus gelernt.

lg suse
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starman
Gast





BeitragVerfasst am: Di 12.07.2011 00:17    Titel: Antworten mit Zitat

Monja, falls das so rübergekommen sein sollte: ich wollte niemanden persönlich angreifen oder bewerten. Bin ja froh für jeden offenen Austausch.

Ich kann ja nur von meinen eigenen Erfahrungen berichten, meiner eigenen Verlogenheit und den Erfahrungen, die ich als trockener Alkoholiker durch andere miterleben durfte. Manche Erlebnisse werden ja immer kleiner, unwichtiger oder hübscher, wenn sie nur weit genug weg sind und keine Zeugen zugegen sind. Auch die schrecklichste Rückfallerfahrung kann so enden.

Abhängig trinken ist ja nicht nur "öfter morgens dicken Kopp gehabt" oder "Mandolinenfieber", das ist auch: morgens wieder irgendwo neben irgendwem wach werden mit einem undefinierbaren Geschmack im Mund und sich an rein gar nix mehr erinnern können. Bargeldlos und fern der Heimat.
Und wer es weit genug gebracht hat, der lässt auch schon mal "unter sich gehen" und säuft morgens schnell weiter, weil das Schämen anders nicht mehr auszuhalten ist. Das gehört auch in das Kapitel "was ich vom Rückfall zu erwarten habe", auch wenn es keiner gerne zum Besten gibt. Besser wird es nicht mehr, wenn der Kontrollverlust einmal da ist.


LG

der Sternenmann
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monja
Gast





BeitragVerfasst am: Mi 13.07.2011 12:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Starman
Ich fühle mich nicht angegriffen und ich freue mich das mein Beitrag eine Diskusion aus gelöst hat.Denn nur durch den Austausch untereinander können wir Lernen und anderen vielleicht ein bischen helfen.

Hallo Suse
Die Flasche hat deinen Freund nicht angesprungen.Er mußte sie Holen und aufmachen bevor er sie geleert hat.Also sind bis zum leeren noch einige Schritte nötig.Nur er hat es unbewust gemacht.
Jetzt ist nur wichtig was er daraus macht und was für eine Lehre er daraus gezogen hat.Denn nur eine zufriedene Abstinenz ist eine gute Abstinenz.
Monja
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schnuselina
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Beiträge: 5117

BeitragVerfasst am: Mi 13.07.2011 18:13    Titel: Antworten mit Zitat

hi monja

er stand bei diesem ereignis neben einer trinkenden person, und wie kurzschluss einfach danach gegriffen... also holen musste er nichts...
es war seine entscheidung in dem moment, aber wie du sagst, ob das so bewusst war..? keine ahnung...ich denke wenn man sich sehr unwohl fühlt hat das suchtgedächtnis die besseren karten...
deswegen ist es meiner meinung nach ja so wichtig sich immer mal zu begucken..ob noch alles im reinen ist, oder ob man schon zu lange "am stock geht"...

lg suse
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Aliferris
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BeitragVerfasst am: Mi 13.07.2011 19:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo allerseits,
Hallo Starman,

DANKE

. . . lieber Sternenmann für diesen Beitrag. Als ich begonnen hatte, diesen Thread zu lesen, dachte ich - ok, dazu sollte ich vielleicht auch ein paar Zeilen schreiben. In Deinen gelungenen Zeilen steht aber alles drin, was ich selbst empfinde und erlebt habe und ich hätte es nicht besser formulieren können.

Liebe Grüße,
Aliferris

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>>Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand - Jeder meint genug davon zu haben.<<
Descartes


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Paracelsus

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BeitragVerfasst am: Do 14.07.2011 10:21    Titel: Antworten mit Zitat

Rückfall muss nicht sein:

Wenn ich meine Nüchternheit an erster Stelle setze ohne 'aber' oder 'bei mir ist es anders' auf den Lippen oder im Köpfchen.

Vor dem eigentlichen Trinkrückfall geht ein Verhaltensrückfall vorraus und davor ein Denkrückfall.

Auch ich hörte die Aussage am Anfang meiner Trockenheit: Das ein Rückfall zu Krankheit dazu gehört. Ich distanzierte mich von diesem Gedankengut. Für mich wäre es ein Freibrief geworden und eine immer wiederkehrende Hintertür.

Was ich aber aus den Disskussionen bei diesem Thema mitgenommen habe, ist, dass wenn ich diesen Gedanken und Verhaltensrückfall nicht bemerkt haben sollte und rückfällig werden sollte ich den Weg finde in meine SHG und es nicht als Schande erlebe.
Jeden Tag aufs neue entscheide ich mich.
Und diese Entscheidung ist nicht davon abhängig ob mich Alkohol anspringt und überfällt im Supermarkt, sondern ich trinken will oder nicht und mich bewußt entscheide Heute/Jetzt trinke ich und will ebend mich nicht meinen Emotionen stellen und auch mal aushalten wollen - oder ich mich für Heute und Jetzt entscheide ich trinke nicht sondern stelle mich meinen Emotionen und Problemen mit vollem Bewußtsein und übernhehm die Verantwortung.
_________________
Vor dem eigentliche Trinkrückfall geht ein Verhaltensrückfall vorraus und davor ein Denkrückfall
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Mehlzwerg
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BeitragVerfasst am: So 14.08.2011 11:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo alle zusammen!

Auch ich sehe es so, ein Rückfall muss nicht sein und gehört auch nicht unbedingt zur Krankheit.

Darum heisst es, jeden Tag aufs Neue, sich vorzunehmen, ich will nicht mehr trinken.

Ich selbst hatte ja im März und April leider auch zwei Rückfälle und habe mir darüber Gedanken gemacht und mich geschämt.

Habe auch nach den Ursachen gesucht, wie es dazu kommen konnte.

Auch die Leiterin meiner SHg sah es nicht als so schlimm an, ein Trinkrückfall müsste halt einfach manchmal sein.

Habe auch von einigen Mitgliedern meiner SHG gehört, dass sie ab und an mal Alkohol trinken und sich dennoch damit rühmen, mehrere Jahre trocken zu sein.

Darum suche ich mir auch eine andere SHG.

Es kann nicht so sein, ich kämpfe jeden Tag darum trocken zu bleiben und die Anderen sehen es einfach nicht so.

Allen noch einen schönen Sonntag.

Ganz liebe Grüsse vom Mehlzwerg-Thomas!!

:2006:
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uwe53
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BeitragVerfasst am: Mi 05.10.2011 16:59    Titel: Antworten mit Zitat

hallo in die runde,

rückfall, stellt für mich ein problem dar. werde ich rückfällig, kann es durchaus sein, dass dies ein ewiger rückfall bleibt. diese angst hält mich davon ab.
wenn ich von ausrutscher lese, stellen sich bei mir die nackenhaare hoch. die leute, die davon sprechen, sind noch nicht trocken.
ich habe hier schon erwähnt, dass ich ne 7 jährige saufpause hatte. in dieser zeit wußte ich zwar, dass ich alkoholsüchtig bin, nur konnte ich mir diese krankheit nicht verinnerlichen.
und da sehe ich das problem. kranke, die durch äußere umstände trocken werden mußten, haben das problem des ausrutschens.
ein anderer, der sich diese krankheit verinnerlichen kann, der sie annehmen kann, hat das problem des ausrutschens nicht.
und da liegt, meiner meinung nach, der hund begraben.

es gibt 2 verschiedene trockene.

bei mir gehört zur trockenheit heute dazu, dass ich mein verhalten hinterfrage( das vergangene und das gegenwärtige) da erkenne ich schon unterschiede. der uwe ist heute berechenbarer geworden, versucht aber immer noch die zweite fassade abzuschalten. da hab ich noch probleme mit.:roll:

lg uwe
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