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Der trockene Alkoholiker in Zeiten der Corona Pandemie

 
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Maikaefer
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Anmeldedatum: 09.06.2010 14:06
Beiträge: 10631

BeitragVerfasst am: So 22.03.2020 04:43    Titel: Der trockene Alkoholiker in Zeiten der Corona Pandemie Antworten mit Zitat

Hallo allerseits,

es ist schrecklich, was momentan passiert.
Es gibt viel Leid.
Es gibt viele Ängste und Sorgen.
Es betrifft jeden.
Mein tiefes Mitgefühl und Beileid an Erkrankten oder Menschen, die Angehörigen oder Freunde verloren haben.

In meiner Selbsthilfegruppe kann ich über das reden, was mich bewegt.
Ich teile mit anderen gleichgesinnten. Ich rede in meiner Selbsthilfegruppe darüber.

Hier kannst du mit uns teilen.
Deine Ängste, deine Sorgen, dein Bedenken.

Für mich gibt es heute keinen Grund mehr zu trinken.
Ich werde alles dafür tun, dass ich weiter abstinent leben kann.
Der Alkohol hatte mich damals fast umgebracht (seelisch) - mein Körper hatte mich zum Glück noch verziehen.

Nutzen wir die Zeit um nach Möglichkeit auch kleine Dinge zu sehen, die positiv sind:

Ich bin froh und dankbar, dass ich aufgewacht bin und atme.
Ich freue mich auf den Sonnenaufgang.
Und wenn es auch recht früh war:
Es ist Sonntag und ich kann mich auch später hinlegen.
Das Wetter soll heute kühl aber die Sonne soll nach Vorhersage recht häufig anwesend sein.
Ich werde eine menschenleere Ecke suchen und ein Buch lesen.
Und ich werde heute öfters hier vorbeischauen.

Als trockene Alkoholiker habe ich Skills gelernt um auch Situationen auszuhalten.

Wie geht es dir?

LG
Maikäfer
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Marc
Topuser
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Anmeldedatum: 08.05.2007 13:05
Beiträge: 584
Wohnort: Düsseldorf

BeitragVerfasst am: So 22.03.2020 21:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Käferin,
grüner Bereich und nur für Trockene? Kann man die Überschrift und Intention nicht evtl. für alle Hilfesuchende formulieren, als Begegnungsraum für wirklich alle...
Ganz Liebe Grüße vom Marc
_________________
Das Glück kann man nirgends so gut, wie in sich selber finden.
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Maikaefer
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Anmeldedatum: 09.06.2010 14:06
Beiträge: 10631

BeitragVerfasst am: So 22.03.2020 22:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Marc,

Es können selbstverständlich weitere Threads entstehen.
Es ist ja ein Raum mit Platz für alle.

Lieber Gruß
Maikäfer
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grit
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Anmeldedatum: 10.04.2014 15:04
Beiträge: 2876

BeitragVerfasst am: Mo 23.03.2020 11:57    Titel: Antworten mit Zitat

Ich möchte aufgreifen, was Maikäfer geschrieben hat:

Es ist schrecklich, was momentan passiert.
Es gibt viel Leid.
Es gibt viele Ängste und Sorgen.
Es betrifft jeden.

Und trotzdem - oder gerade deswegen führe ich mir vor Augen:
Welche positiven Aspekte kann ich - in meiner persönlichen Situation - dieser schrecklichen Zeit abgewinnen?

Oberstes Ziel für mich: einen klaren Kopf behalten, nicht in Panik verfallen. Nicht zuletzt um meine Trockenheit nicht zu gefährden.

Um dies zu erreichen versuche ich die vielen verwirrenden und erschreckenden Berichte und Meldungen sachlich zu relativieren: Wo liegen reelle Gefahren, Einschränkungen für mich und meinen engsten Kreis? Wie kann ich uns schützen? Welche Risiken bin ich bereit einzugehen?

Ansonsten versuche ich die Ausgehbeschränkung nicht primär als Eingesperrtsein zu betrachten - sondern auch als Chance:

Ich kann mehr Zeit mit meinem Mann verbringen.
Ich kann die mit home office verbrachte Zeit zu einem gewissen Maß steuern.
Ich kann mehr Zeit mit schönen Dingen verbringen (Lesen, Ausschlafen, Kontakte pflegen).
Ich kann auch Zeit für Dinge aufbringen, die lange schon anstehen (z.B. im Haushalt, mal wieder einen langen Brief an Freunde schreiben, mit denen der Kontakt etwas eingeschlafen ist).
Ich kann vorausschauend Probleme in Angriff nehmen (z.B. Wie bringe ich meinen Vater dazu, am Ende seiner Reha vorübergehend zu uns zu ziehen, statt zurück in sein Haus und die dortige Isolation).
Wie kann ich meine Tochter unterstützen?
Ich kann mich auf das Wesentliche in meinem Leben konzentrieren.

Noch ist es so, dass keine Langeweile aufkommt - im Gegenteil, die Tage könnten (für das, was ich mir täglich so vornehme) deutlich länger sein. Was fehlt sind die sozialen Kontakte. Aber das versuchen wir durch Kontakte über die sozialen Medien abzuschwächen - video-conferencing über whatsapp, oder ganz normal telefonieren, mailen, ...

Da ich keiner reellen Selbsthilfegruppe angehöre, geht mir in diesem Bereich Corona-bedingt auch nichts ab. Und bei Bedarf lese / schreibe ich hier - oder gehe auch mal zum ersten Mal in den Chat. Was wirklich hilft, ist zu wissen, dass ich zumindest im Forum nicht allein bin. Und dafür bin ich sehr dankbar.

Ich wünsche allen viel Kraft !!!

Und diejenigen, die hier "nur mal vorbei schauen", möchte ich ermuntern: lest, schreibt, fragt - hier lässt man Euch nicht allein.

Alles Liebe und Gute !!! Grit
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Maikaefer
Moderatorin
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Anmeldedatum: 09.06.2010 14:06
Beiträge: 10631

BeitragVerfasst am: Sa 24.10.2020 13:25    Titel: Antworten mit Zitat

grit hat Folgendes geschrieben:
Es ist schrecklich, was momentan passiert.
Es gibt viel Leid.
Es gibt viele Ängste und Sorgen.
Es betrifft jeden.


Das waren Beiträge aus März, die leider wieder sehr aktuell werden - oder besser: bereits sind.

Ich besuche normalerweise eine Selbsthilfegruppe.
Wir treffen uns alle 14 Tage und haben sowohl eine Betroffene als auch Angehörigengruppe.
Ich nehme Teil an den Gruppen im Wechsel, da ich sowohl trockene Alkoholikerin als auch Angehörige bin.

Momentan ziehe ich mich wieder etwas zurück wegen Corona (ich habe Vorerkrankungen und gehöre somit zur Risikogruppe).
Da ist mir der Austausch hier in meiner virtuellen Selbsthilfegruppe noch wichtiger.

Ich möchte gerne die Einladung von Grit wiederholen:
grit hat Folgendes geschrieben:
Und diejenigen, die hier "nur mal vorbei schauen", möchte ich ermuntern: lest, schreibt, fragt - hier lässt man Euch nicht allein.


LG
Maikäfer
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