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Wie verläuft die Lösung aus der Abhängigkeit?

 
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Gast






BeitragVerfasst am: Mo 12.03.2007 15:52    Titel: Wie verläuft die Lösung aus der Abhängigkeit? Antworten mit Zitat

Wie verläuft die Lösung aus der Abhängigkeit?



Amerikanische Forscher haben folgendes ermittelt:

1. Phase:

Vor-Nachdenklichkeit


Das Suchtmittel wird konsumiert. Alle Überlegungen, alle Gedanken, dass vielleicht "etwas nicht in Ordnung sein könnte" wird verdrängt, verschoben, abgewehrt. Man möchte es einfach nicht wahrhaben. Da der Mensch ein großer Verdränger unangenehmer Dinge ist, kann der/die Betroffene lange in dieser Phase verharren - monatelang oder jahrelang. Informationen, die einen aufhorchen lassen sollten, werden beiseite geschoben. Man macht einfach immer im gleichen Trott weiter.

2. Phase:

Nachdenklichkeit


Ab und zu wird man stutzig und denkt im Prinzip gelegentlich daran, dass man etwas ändern könnte - aber man "vergisst" es einfach immer wieder. Jede Kritik wird als störend und als Bevormundung empfunden. Aber ein Unbehagen bleibt - nur es reicht nicht aus, um aus sich selbst heraus aktiv zu werden. Durch den Konsum wird der Denkvorgang immer wieder gestört. Mit kleinen unbedeutenden Veränderungen versucht man sich und die "Umwelt" davon zu überzeugen, dass "alles in bester Ordnung" sei. Spät, aber doch, erkennt man, dass man vielleicht wirklich in einer emotionellen Notsituation steckt, dass man vielleicht zu viele Tabletten nimmt, dass man vielleicht zu viel Bier trinkt, und lieber noch einen Korn dazu, denn die Wirkung lässt nach.

3. Phase:

Handlung


Das Denken hat sich durchgesetzt. Man hat es verstanden, dass jetzt etwas geschehen muss. Man will nicht mehr von der Sucht beherrscht werden - man weiß, dass man selbst die Sucht beherrschen lernen kann. Dazu ist es erforderlich, sich einzugestehen, dass man vermutlich doch abhängig ist. Man fragt vielleicht zum ersten Mal einen Arzt. Informationen werden gesucht, Hilfe wird gesucht, Lösungen werden gesucht, gangbare Wege werden gesucht. Es erfolgen erste Versuche, auf diesen neuen Wegen zu gehen.

4. Phase

Beibehaltung


Der Weg ist gefunden. Endlich hält man es wirklich für möglich, es schaffen zu können. Man kann die erarbeiteten Änderungen beibehalten. Man stellt sein Leben auf neue Aspekte ein, verändert sich und lässt nicht mehr zu, dass das Suchtmittel diesen Vorgang stört. Der Ausstieg klappt. Jetzt kann man sich weiterentwickeln. Nur schleppend kommen die zwischenmenschlichen Beziehungen wieder in geordnete Bahnen.

Viele Abhängige machen - meist zuerst heimlich - mehrere Versuche, sich aus der Sucht zu befreien. Man befürchtet ein Scheitern, denn man kann den Ernst der Lage schon recht gut einschätzen. Aber man möchte sich und anderen die Abhängigkeit nicht eingestehen.

Und trotzdem, jeder kann es schaffen. Das ganze Geheimnis besteht darin, es immer wieder aufs Neue zu versuchen, ohne die Hoffung aufzugeben.

Sucht ist eine Krankheit.

Und jede Krankheit bedeutet eine Chance auf ein neues, besseres Leben.


Es lohnt sich, dafür zu kämpfen, denn wir haben nur dieses eine Leben.



Quelle: aida-selbsthilfe.de
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Christa
Topuser
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Anmeldedatum: 29.04.2006 09:04
Beiträge: 6973

BeitragVerfasst am: Mo 12.03.2007 21:55    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Naina,

sehr gut gemacht, Danke"

Vielleicht könnten ja hier noch einige Betroffene schreiben.

Liebe Grüße
Christa
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Christa
Topuser
Topuser


Anmeldedatum: 29.04.2006 09:04
Beiträge: 6973

BeitragVerfasst am: Sa 29.01.2011 16:38    Titel: Antworten mit Zitat

Thema hochschieb zwinkern:
_________________
Ich wünsche, was mein Herz laut spricht:
Sei glücklich und verzage nicht!
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