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Polytoxikomanie
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Anny
Gast





BeitragVerfasst am: Do 13.07.2006 14:00    Titel: Polytoxikomanie Antworten mit Zitat

Da mein Sohn politox ist habe ich hier einen Artikel herkopiert.
Quelle Wikipedia

Politoxikomanie
Polytoxikomanie beschreibt das Verhalten eines Menschen, von mehreren Drogen/Stoffgruppen gleichzeitig abhängig zu sein. Häufig verwenden z.B. alkoholabhängige Menschen neben Alkoholauch Medikamente.

Weil es im Zuge der körperlichen Abhängigkeitsentwicklungdazu kommt, dass der Körper immer mehr Alkohol ?verträgt?, wird ein Alkoholabhängiger ständig das Bedürfniss haben, mehr zu trinken um den gleichen Effekt zu erzielen. Da mit Hilfe bestimmter Medikamente der Alkoholeffekt nicht nur gesteigert, sondern auch seine Wirkung verlängert werden kann, entwickelt sich so häufig eine Polytoxikomanie.

Eine Diagnose der Erkrankung muss entsprechend der hauptsächlich verwendeten Stoffklasse/Droge gestellt werden.
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Penisdapin
Gast





BeitragVerfasst am: Fr 14.07.2006 11:08    Titel: POLI... Antworten mit Zitat

HalliHalloHallöle!
Also, ich leide an der selben "Krankheit", wie Ihr Sohn.
Ich hab zwar null Ahnung, wie man politox... dingsbums ausspricht, geschweige denn, wie man das schreibt (bin zu fraul jetzt nochmal nachzugucken...), aber ich hab auch ernsthafte Probleme. Ich bin total süchtig... und werfe mir am Tag unzählige Tabletten ein, die eigentlich total unnütz sind. Jetzt grade habe ich auch wieder welche intus... deshalb weiß ich nicht genau, ob es sinnvoll ist, was ich hier schreibe [....]
Alkohol? Ja, trinke ich auch in Massen.
Übrigens bin ich weiblich und 17 Jahre alt.. und mir wird ziemlich oft gesagt, dass ich es nicht so übertreiben sollte. Da man mich nach so einer Sauforgie auch schonmal morgens um 5 Uhr neben einer Disco im Müllcontainer aufgefunden hat... (jaa, ich war sehr entsetzt, als ich davon gehört habe...)
Unter anderem habe ich mich auch an den Freund meiner Mutter rangemacht. Der ist allerdings schon 50.. Ich weiß davon gar nichts mehr so genau.. (aber ich find ihn auch so im Alltag seeehr attraktiv)
Ich weiß nicht, wie ich gegen diese Sucht angehen soll.... Vielleicht könnte ja jemand von euch mal was dazu sagen.... danke schonmal im Vorraus =)

bis denne,
eure Ute :o
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tom
Gast





BeitragVerfasst am: Fr 14.07.2006 13:44    Titel: liebe ute ... Antworten mit Zitat

...

erstmal herzlich willkommen hier im suchtforum. es ist gut und schonmal ein erster schritt, dass du hier bist.

deine zeilen lesen sich sehr schwierig und es ist erschreckend, was du in deinem alter schon drauf hast in richtung sucht.

ich kann dir nur den dringenden rat geben, dich umgehend an eine suchtberatungsstelle zu wenden und dir hilfe holen.

normalerweise sieht der weg aus der sucht so aus:

suchtberatung - krankenhaus zur entgiftung - langzeittherapie - nachsorge bei der suchtberatung - selbsthilfegruppe.

alles was du schilderst, diese kontrollverluste etc sind deutliche zeichen deines körpers.

wenn du mehr infos haben willst bzw adressen gehe bitte mal auf die seite:

http://www.a-connect.de

dort findest du auch einen chat, der fast rund um die uhr besetzt ist.

lg tom
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Penisdapin
Gast





BeitragVerfasst am: Fr 14.07.2006 21:22    Titel: Antworten mit Zitat

:? Nabend alle zusammen!
Ich weiß jetzt schon gar nicht mehr genau, warum ich das alles geschrieben habe, bzw. warum ich mich hier angemeldet habe..
Aber wird schon irgendeinen Auslöser gehabt haben.
Ja, ich glaube ehrlich gesagt im Moment selbst nicht, dass ich davon so schnell wieder wegkomme. Die Tabletten gehören einfach zu meinem Alltag (was sicher viele kennen werden).
Und die Geschichte mit dem "morgens auffinden" ist noch ganz harmlos.
Aber mich quält momentan einfach die Sache mit dem Freund meiner Mutter. Das ist auch ein Auslöser für das Schlucken der Tabletten, bzw. für das zusätzliche Schlucken..
Ich weiß nicht wie ich mit der Situation umgehen soll. Ich weiß nicht mehr genau, was vorgefallen ist, dazu war ich einfach zu zugedröhnt.
Aber er schaut mich jetzt immer sehr komisch an. Und ich kann mir da einfach keinen Reim drauf machen. Ob meine Mutter groß was davon mitbekommen hat, weiß ich nicht. egal..
Ich sollte euch nicht damit volltexten.
Danke!

Ute zwinkern:
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Anny
Gast





BeitragVerfasst am: Sa 15.07.2006 11:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ute,
das Du dich hier angemeldet hast wird schon seinen Grund haben, horche mal tief in Dich heinein. Du brauchst ganz dringend Hilfe und das weißt Du auch. Es gibt jede Menge Beratungsstellen die sich dein Problem annehmen würden. Da Du erst 17 Jahre alt bist kannst Du dich gerne mit deinem Problem bei der Jugend und Drogenberatung melden. Wenn Du dich nicht alleine dorthin traust, nimm doch eine Person deines Vertrauens mit. Auf jeden Fall hörst Du ja schon selbst die Alarmglocken klingeln, das ist schon ein Anfang. Nur Mut, gehe den nächsten Schritt zwinkern:
Alles Liebe Anja
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beethoven
Gast





BeitragVerfasst am: Sa 15.07.2006 17:51    Titel: Re: POLI... Antworten mit Zitat

Hallo Anny

im Moment vertrete ich beide Damen, da diese aus persönlichen Gründen nicht anwesend sind.

Erst einmal herzlichen Dank für diesen Beitrag, diese Erkrankung war mir bisher Unbekannt.

Wir (chris/christa/ich-jutta) sind im Moment auch daran dieses ganze Forum etwas umzugestalten damit man einzelne Beiträge besser findet, jedoch brauchen wir noch ein wenig Zeit dazu.

Das mit Deinem Sohn (ich kann Deine Gefühle sehr gut verstehen, denn man kommt sich so unheimlich machtlos vor).

Neuling Ute

es ist schön das Du trotz Deinem jetzigen Zustand den Weg in dieses Forum gefunden hast und Dir einmal alles von der Seele schreibst.

Ich heiße Dich im Namen aller Mitglieder dieses Forums herzlichst Willkommen (egal ob Du jetzt was getrunken hast oder nicht) wir versuchen nur zu helfen. Manchmal nützt es schon wenn man seine Gefühle und den Zustand zu Papier bringt, besser als alles nur in sich hineinzuschlucken.

Wenn Du Fragen hast, welche wir beantworten können so wird dies geschehen.

Liebe Grüße
an Anny und Ute

Jutta
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beethoven
Gast





BeitragVerfasst am: Sa 15.07.2006 18:32    Titel: Re: Polytoxikomanie Antworten mit Zitat

Liebe Anny

dieser Artikel von Dir hat mich doch sehr beschäftigt und ich habe einmal im Internet geschaut und auch eine tolle Seite über diese Krankheit gefunden, hier zu lesen:

http://www.raidblue.ch/D/infos_8.asp

Liebe Grüße
Jutta
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Anny
Gast





BeitragVerfasst am: So 16.07.2006 11:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Jutta,

danke für den Link. Im übrigen ist Polytoxikomanie keine seltene Erkrankung. Alkohol im Zusammenhang mit Drogen oder Medikamente ist z. B. bei Jugendlichen sehr weit verbreitet. Die Dunkelziffer ist da sehr hoch.
Alles Liebe
Anja
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beethoven
Gast





BeitragVerfasst am: So 16.07.2006 11:39    Titel: Antworten mit Zitat

das habe ich ganz ehrlich überhaupt nicht gewußt und da sieht man, dass man niemals auslernt!

einen schönen Sonntag allen wünsche mr. green

Jutta
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Chris
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BeitragVerfasst am: Fr 21.07.2006 22:04    Titel: Ute Antworten mit Zitat

Penisdapin hat Folgendes geschrieben:
:? Nabend alle zusammen!
Ich weiß jetzt schon gar nicht mehr genau, warum ich das alles geschrieben habe, bzw. warum ich mich hier angemeldet habe..
Aber wird schon irgendeinen Auslöser gehabt haben.
Ja, ich glaube ehrlich gesagt im Moment selbst nicht, dass ich davon so schnell wieder wegkomme. Die Tabletten gehören einfach zu meinem Alltag (was sicher viele kennen werden).
Und die Geschichte mit dem "morgens auffinden" ist noch ganz harmlos.
Aber mich quält momentan einfach die Sache mit dem Freund meiner Mutter. Das ist auch ein Auslöser für das Schlucken der Tabletten, bzw. für das zusätzliche Schlucken..
Ich weiß nicht wie ich mit der Situation umgehen soll. Ich weiß nicht mehr genau, was vorgefallen ist, dazu war ich einfach zu zugedröhnt.
Aber er schaut mich jetzt immer sehr komisch an. Und ich kann mir da einfach keinen Reim drauf machen. Ob meine Mutter groß was davon mitbekommen hat, weiß ich nicht. egal..
Ich sollte euch nicht damit volltexten.
Danke!

Ute zwinkern:


Hallo,

leider habe ich den Beitrag total übersehen und möchte mich dafür entschuldigen.

Wünsche Dir aber viel Spaß im Forum!

LG
Chris
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Chris
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BeitragVerfasst am: Mo 28.08.2006 14:09    Titel: Alkoholiker und Morphin Antworten mit Zitat

Hallo karlox,

Danke das Du an den Foren so gut teilnimmst.

Leider kann ich die Gedankengänge nicht ganz nachvollziehen.

Für was brauch ein Alkoholiker Morphin ?? Das solltest Du mir doch etwas erläutern.

Bei schweren Krankheiten ja aber unter bestimmten Bedingungen.
Bei starken Schmerzen verschreibt auch der Arzt Opium oder Morphin bei den Patienten mit einem Rezept nach dem Betäubungsmittelgesetzt, also muß niemand illegal an diese Drogen ran.

Das schlimmste ist für einen Alkoholiker wenn er noch Morphin nimmt selbst wenn er bereits trocken ist kommt er von einer in die anderen Sucht. Ganz verstehe ich das alles beim besten Willen nicht.

LG
Chris
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beethoven
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BeitragVerfasst am: Mo 28.08.2006 17:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo und herzlichst Willkommen!

Mein Name ist Beethoven (Jutta) und ich bin Moderator in diesem Forum.

Ganz ehrlich von solch einer Behandlung halte ich nichts.

Wenn sie jedoch Dir geholfen hat soll es gut sein. Es gibt viele andere Medikamente die keine weiteren Süchte mehr machen und ungefährlicher sind um die Entzugserscheinungen beim Alkohol zu lindern.

Normal muss man den eigenen Willen haben und am Anfang viel Geduld und man schafft es.

Jutta
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Christa
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BeitragVerfasst am: Mo 28.08.2006 22:35    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Karlox,

ich glaube kaum das jemand welcher unter starken Schmerzen leidet auf das Morphium verzichten sollte.

Aber nach einer Weile sollte man doch versuchen dieses wieder abzusetzen.

Schön wenn es Dir geholfen hat vom Alkohol loszukommen.

Nimmst Du jetzt immer noch Morphium???

Schönen Abend!

Liebe Grüße
Christa
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BeitragVerfasst am: Di 29.08.2006 11:33    Titel: Alkoholikerforum Antworten mit Zitat

Aslo liebe Leute, ich weiß ja nicht, was das hier für ein Laden ist, dieses Forum. Ich bin neu hier. Ich hatte jedenfalls so den ersten Eindruck, es handele sich um ein Alkoholikerforum.

Hallo Karlox,

ganz richtig erkannt es handelt sich hier um ein Alkoholikerforum.

Meine Frage weshalb reagierst Du gleich so agressiv???

Natürlich gibt es unterschiedliche Typen wenn ich jedoch so Deine Geschichte lese mit der Zeit des Alkoholkonsumes und der Menge kann ich Deine Krankheit nicht wirklich nachvollziehen.

Selbst bin ich in der Suchtberatung tätgig und es gibt viele Leute welche über Jahre jeden Tag 1-2 Flaschen Schnaps trinken, zwar eine Leberzirrhose und Varitzen haben die zum Tod führen kann, aber von Deinen Werten und diesen Ausbrüchen habe ich bisher noch keinen Fall gehabt. Deshalb wäre es auch gut wenn Du alles hier genau schildern würdest.

Natürlich glaubt man Dir aber ich habe so das Gefühl das Du manchmal etwas ausrastest statt es genau zu erklären was Du uns sagen möchtest.

LG
Chris
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BeitragVerfasst am: Di 29.08.2006 12:00    Titel: Antworten mit Zitat

karlox hat Folgendes geschrieben:
Alkohol Delirien scheinen nicht so häufig vorzukommen,
odeer sie scheinen nicht so häufig bekannt zu werden.....
das ist richtig


Du bist in der Suchtbehandlung tätig?
Dann unterhalte dich mit einem Arzt darüber, was alles geschehen kann wenn die Leber ihre Funktionen weitgehend eingestellt hat und er wird dir das Fehlen von Blutherinnungsstoffen bestätigen.
Wobei es eigentlich ein wenig zum Allgemeinwissen gehören müsste, dass die Leber für die Produktion dieser Stoffe zuständig ist.
möchtest Du dich über mich lustig machen oder wie? Natürlich weis ich auch das mit den stoffschädlichen Substanzen für die Leber, wir sind ein Alkoholikerforum wo nicht alles bis ins kleinste aufgeführt sondern nur bei Fragen beantwortet wird. Zudem habe ich auf der Arbeit einen Arzt mit dem ich darüber mich richtig unterhalten kann.
Was willst Du eigendlich????



Krampfadern und Leberzirrhose.
Das hört sich nach Trinkern an, die schon über viele viele Jahre hinweg getrunken haben. Das triffft auf mich nicht zu. Ich war vom absoluten Nichttrinker, ruckzuck, quasi über Nacht, zum schweren Säufer geworden. Von 2 großen Pullen Rum am Tag auf 3 pro Tag und hin zu einem Liter reinen Ethanol pro Tag ging sehr rasch.
auch das stimmt keinesfalls, es gibt Trinker mit einer vorgeschädigten Leber oder Stoffwechsel die bereits nach kurzer Zeit unter Leberzirrose und Krampfadern erkranken können.

Ich hatte folglich gar nicht die Zeit, einer dieser langjährigen Säufer mit Krampfadern und Leberzirrhose zu werden. Ich wäre tot gewesen, bevor sich auch nur eine Krampfader hätte bilden können.
dann berichte bitte einmal genau um welches Problem es sich handelt
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Chris
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BeitragVerfasst am: Di 29.08.2006 12:16    Titel: Antworten mit Zitat

Leider nur noch den Kopfschütteln muss

warum hast Du dann getrunken, warum hast Du dann Morphin genommen, warum????? mehr möchte ich nicht mehr schreiben.

bist wirklich arm dran!

LG
Chris
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Chris
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BeitragVerfasst am: Di 29.08.2006 12:27    Titel: Antworten mit Zitat

karlox hat Folgendes geschrieben:
In einem Alkoholikerforum die Frage zu stellen: WARUM HAST DU GETRUNKEN
zeuht nicht gerade von hoher Intelligenz. Warum ich Morphium genommen habe und noch nehme habe ich schon erzählt. Ich betäube damit die Schmerzen einer Polyneuropathie


KOPFSCHÜTTEL: .........



das Wort warum wurde mit Absicht gestellt, weil man bei Deinen Beiträgen leider nicht mehr durchblickt !

zudem bekommt man nicht eine normale Antwort, deshalb warum???

und das mit dem Morphin geht mir ganz ehrlich auf den Geist, machst Du Werbung dafür. Ich habe normalerweise sehr viel Verständnis aber irgendwo sind doch gewisse Grenzen gesetzt.

und nun Schluss für heute, habe noch wichtigeres zu tun als einem hilflosen der sich doch nicht helfen lassen möchte hier zu antworten.

Jeder muss froh sein wenn er kein Morphin oder Opium benötigt (also nur in Extremfällen)

Sorry tut mir Leid aber auch ich habe nur Nerven!

Karlox leider bin ich mir nicht sicher ob Du beides noch im Moment nimmst Alkohol + Morphin, lese bitte all Deine Beiträge nochmals durch!

LG
Chris
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Daniela
Gast





BeitragVerfasst am: Di 29.08.2006 12:50    Titel: Antworten mit Zitat

Na das geht nun entschieden zu weit.

Das war eindeutig eine Beleidigung! Und das müssen wir uns hier nicht bieten lassen!!!!

Mein Gott was bin ich blöd :o :o :o :o :o

Du machst hier Reklame für Drogen. Drogen die es frei zu kaufen gibt in deinem Land :evil: :evil: :evil: Nämlich: HOLLAND.
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beethoven
Gast





BeitragVerfasst am: Di 29.08.2006 12:54    Titel: Antworten mit Zitat

normal mache ich in meiner Mittagspause etwas anderes, aber ich finde es geht bereits bis zu einer gewissen Grenzen.

karlox


Die alkoholische Polyneuropathie führt zu Hypo- bis Areflexie (= Abschwächung bis hin zu Ausfall der Muskeleigenreflexe), Ausfällen im Vibrationsempfinden (Pallhypästhesie bis hin zu Pallanästhesie im Stimmgabelversuch) und Störungen der Sudomotorik (= Schweißverhalten), die von Lähmungen begleitet sein können.
Je nach Verteilungsmuster unterscheidet man symmetrische und asymmetrische, rein sensorische (= die Empfindlichkeit betreffende) oder sensorisch-motorische (= die Empfindlichkeit und Muskelkraft betreffende) Formen von Polyneuropathie n.
EMG (Elektromyographie) und NLG (Nervenleitgeschwindigkeit) sichern die Diagnose.

Kausales (= auf die Ursache gerichtetes) Verhalten bei einer alkoholische n Polyneuropathie:

*
Strenge Alkoholabstinenz, eventuell vorheriger Entzug sowie Normalisierung der Essensgewohnheiten. Hilfreich ist auch eine (Vitamin B1).

Symptomatische (= auf die Krankheitszeichen ausgerichtete) Therapie einer alkoholische n Polyneuropathie:

* Neurotrope Vitamine (= "Nervenvitamine"): Die mehr oder weniger hochdosierte Verabreichung neurotroper Vitamine ist bei Polyneuropathie (alkoholische) allgemein üblich. Mit Ausnahme von B1 führt diese Therapiemaßnahme in den wenigsten Fällen zu einer Verbesserung. Hohe Dosen von Vitamin B6 können selbst neurotox isch (= wie ein Nervengift) wirken und eine Polyneuropathie induzieren, über die zentralen Effekte von Vitamin B12 sind die Meinungen im Widerstreit (Zöllner et al. 1988).
* Gegen die Schmerzen bei einer Polyneuropathie (alkoholische) wirken am besten sog. Antiepileptika (= eigentlich Mittel gegen die Fallsucht, aber auch bei alkoholische r Polyneuropathie hilfreich). Als erste Wahl gelten heute Gabapentin (Neurontin®) oder Pregabalin (Lyrica®), als 2. Wahl Carbamazepin (z.B. Tegretal®).
* Analgetika (= Schmerzmittel): Neuropathische Schmerzen sind in der Regel durch Schmerzmittel nur schwerlich günstig zu beeinflussen (gilt auch für die alkoholische Polyneuropathie). Am ehesten ist noch ein Effekt von zentral wirksamen Analgetika (= Schmerzmittel die im Rückenmark / Gehirn wirken) zu erwarten. Aus diesem Grunde ist es nicht möglich, ein sicher wirksames Medikament zu empfehlen. Eine Kombination aus Metamizol (z.B. Novalgin®) und Chinin soll relativ zuverlässig schmerzlindernd sein. Ein Gemisch aus Uridin- und Dinatriumsalze (Keltican®) kann versucht werden.
* Andere Medikamente: Bei crampiformen (= muskelkrampfartige) Beschwerden werden zur Schmerzbehandlung * und Calcium-Antagonisten empfohlen (Gerstenbrand et Rumpl 1988). Unter dem Aspekt der Schmerzdistanzierung können Antidepressiva und Neuroleptika (= Mittel zur Behandlung der Psyche, aber auch bei Schmerzen wirksam) versucht werden.

Physikalische Therapie der Polyneuropathie (alkoholische):
Eine Vielzahl von Methoden sind geeignet, das Schmerzbild einigermaßen erträglich zu halten. Zu erwähnen wären besonders kalte oder warme Wickel, Wechselbäder, Kneipp`sche Güsse oder eine oberflächliche Kryobehandlung (= Kältebehandlung) mit Kondensationsdampf aus flüssigem Stickstoff oder Kaltluftgenerator.
In einigen Fällen kann auch eine Linderung mit transkutaner Nervenstimulation (TENS) mittels Niederfrequenzgenerator über Klebeelektroden herbeigeführt werden.

Neuerdings führen wir auch bei der alkoholische n Polyneuropathie im Bereich der unteren Extremitäten (= Beine) zusätzlich mit gutem Erfolg die SynOpsis Therapie durch. Die Unterschen kel des Pat. befinden sich dabei in einem mit Wasser gefüllten Gefäß. Über einen Computer werden der Flüssigkeit Schallwellen einer bestimmten Frequenz pulssynchron (= in Ahängigkeit vom Pulsschlag) zugeführt. Es handelt sich dabei um ein sog. syncardiales (= im gleichen Rhythmus) Gefäßtraining. Durch die Verbesserung der Durchblutung wird der Stoffwechsel der Nervenzellen optimiert. Mehr über diese Therapie erfahren Sie hier: www.1-avk.de (einfach anklicken).

Spezielle Schmerztherapie

Therapeutische Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel) bei Polyneuropathie (alkoholische):
Wiederholte Nervenblockade n - Die wiederholte Blockierung (Betäubung) der korrespondierenden Nervenleitungen mit einem langwirkenden örtlichen Betäubungsmittel (z.B. Bupivacain) hat sich sehr bewährt. Dabei kommt es neben der (erwünschten) Hemmung der Nozizeption (= Schmerzreizleitung) gleichzeitig zu einer Blockade vegetativer (sympathischer) Faseranteile, woraus eine sehr deutliche Mehrdurchblutung im korrespondierenden Gewebebereich resultiert, die jedem entzündlichen, aber auch degenerativen (degenerative Polyneuropathie !) Prozeß nachhaltig entgegenwirkt. In diesem Sinne ist diese Behandlung nicht nur symptomatisch (= nur auf Krankheitszeichen ausgerichtete), sondern auch kurativ (= auf die Ursache ausgerichtet). Die ausgeprägte Mehrdurchblutung führt auch zu einer Optimierung eines gestörten und damit potentiell schmerzauslösenden Metabolismus (= Stoffwechsel) der Nervenzellen.

Im Bereich der oberen Ex tremitäten (= Ar me) bietet sich die Blockade des Plexus brachialis (= großes Armnervengeflecht) an, insbesondere kontinuierlich mit Katheter. Im Bereich der unteren Ex tremitäten (= B eine) kann, besonders bei distal (= weiter unten) betonten Schmerzen, zunächst der Nervus ischiadicus wiederholt blockiert werden. Nach probatorisch guter Wirkung empfiehlt sich zur Durchführung einer kontinuierlichen (repetitiven) Blockade die Einpflanzung eines Katheters (* siehe unten).
Bei den häufig vorkommenden sockenförmigen Beschwerden gilt es jedoch zu bedenken, daß im Knöchelbereich auch der Nervus saphenus beteiligt sein kann, der dann in die Blockadetherapie mit einbezogen werden muß. Bei Beschwerden im Bereich der unteren Ex tremitäten (= B eine) kann auch eine niedrig dosierte peridurale (= rückenmarknahe) Blockade durchgeführt werden. Dabei gilt, daß eine Therapie mit Leitungsblockaden dann optimal ist, wenn diese möglichst kontinuierlich durchgeführt werden, d.h., die Folgeblockade sollte immer dann gesetzt werden, wenn die vorhergehende eben abgeklungen ist. Dieser Forderung wird am ehesten die Kathetertechnik gerecht (* siehe unten). In der Regel reicht eine geringe Lokalanästhetika-Dosierung aus (z.B. Bupivacain 0,125 bis 0,15%).
Zur Therapie werden auch Sak ralblockaden (= rückenmarknahe Blockade durch eine Öffnung im Kr euzbein hindurch) empfohlen (Kossmann et al. 1988).

Fast regelmäßig kommt es nach einer intensiven Blockadebehandlung auch bei der alkoholische n und auch degenerative n Polyneuropathie zu einer Besserung der Pallästhesie (= Vibrationsempfinden), so daß sich die diesbezügliche Untersuchung zur Objektivierung eines Behandlungserfolges eignet.

Intravasale (= in ein Blutgefäß verabreichte) Lokalanästhetika-Gabe bei einer alkoholische n oder degenerative n Polyneuropathie:
Bei polyneuropathischen Beschwerden im Beinbereich hat sich die wiederholte intraarterielle (= in die Schlagader) Einspritzung eines langwirkenden Lokalanästhetikum s (= örtliches Betäubungsmittel) gut bewährt und gehört mittlerweile bei diesem Krankheitsbild zu unserer Standardtherapie. Dabei verabreichen wir eine Serie von ca. 10 Injektionen in die Arteria femoralis an aufeinanderfolgenden Tagen, jeweils 1x täglich. Um die Traumatisierung (= Verletzung) der Arterienwand möglichst gering zu halten, wird eine sehr dünne Kanüle verwendet. Pro Sitzung werden jeweils 4-6 ml z.B. Bupivacain in der Konzentration 0,25% eingespritzt. In der Regel geben die Patienten unmittelbar nach dem Einspritzen ein mehr oder weniger stark ausgeprägtes Wärmegefühl im behandelten Be in an.

Sehr gute Erfolge sehen wir, wenn bei der Polyneuropathie (alkoholische, auch degenerative) oben beschriebene Nervenblockade n mit einer Infusionsserie kombiniert wird. Der Infusionslösung (z.B. 500 ml NaCl) werden 1-1,5 mg/kg Körpergewicht Lidocain zugesetzt.

* Bei der sog. kontinuierlichen Blockade eines Nerven mit Katheter wird ein dünner Kunststoffschlauch dicht an den betroffenen Ner ven oder das betroffene Nervengeflecht eingepflanzt. Die Einpflanzung erfolgt durch eine handelsübliche Kanüle hindurch, es muß also nicht "aufgeschnitten" werden. In der Folge wird über diesen Katheter mehrmals täglich, nach Abklingen der vorangegangenen Dosis, das örtliche Betäubungsmittel völlig schmerzlos nachgespritzt. In bestimmten Fällen kann zur Verabreichung des örtlichen Betäubungsmittel in den Katheter auch eine kleine Pumpe angeschlossen werden. Nach neueren Erkenntnissen vermag eine solche intensive Blockadebehandlung auch das sog. Schmerzgedächtnis zu löschen, auch bei einer alkoholische n Polyneuropathie..

Besteht die alkoholische oder auch degenerative Polyneuropathie bzw. der dadurch verursachte Nervenschmerz längerfristig, so ist davon auszugehen, daß bereits ein Chronifizierungsgrad II oder III (Mainzer Stadieneinteilung) vorliegt. In diesen Fällen ist eine rein somatische (= körperliche) Behandlung kaum mehr ausreichend, sondern es müssen zusätzlich psychologisch /psychotherapeutische Interventionen erfolgen, hilfreich ist auch ein Schmerzbewältigungstraining.

nichts von Morphium!!!!

Allen anderen noch einen schönen Tag muß arbeiten!

Jutta
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Christa
Topuser
Topuser


Anmeldedatum: 29.04.2006 09:04
Beiträge: 6973

BeitragVerfasst am: Di 29.08.2006 13:28    Titel: karlox abgemeldet Antworten mit Zitat

Liebe Daniela,

Liebe Jutta,


habe gerade im Auftrag von Chris das Mitglied Karlox aus folgenden Gründen deaktiviert:

Werbung für Morphium!


hoffe das nun etwas Ruhe einkehrt!

Liebe Grüße
Christa
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