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Ein Rückfall ist menschlich und muss keine Katastrophe sein!

 
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Christa
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Anmeldedatum: 29.04.2006 09:04
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BeitragVerfasst am: So 28.03.2010 18:11    Titel: Ein Rückfall ist menschlich und muss keine Katastrophe sein! Antworten mit Zitat

Bei dem Versuch, die Alkoholabhängigkeit zu überwinden, ist ein Rückfall eher die Regel als die Ausnahme. Dies wird leicht verständlich, wenn Sie sich einmal vor Augen führen, wie schwer es ist, sich bestimmten Gewohnheiten oder Verhaltensweisen "abzugewöhnen". Es ist schwer ein über viele Jahre praktiziertes Verhalten innerhalb kurzer Zeit und beim "ersten Anlauf" einfach abzustellen. Sie haben bei entsprechenden Versuchen vielleicht die Erfahrung gemacht, dass Sie für das Verhalten, welches Sie aufgeben wollen, etwas Neues suchen und finden müssen. Wenn Sie z.B. den Fernseh-Konsum reduzieren wollen, so ist es sicherlich hilfreich, sich stattdessen eine andere Beschäftigung zu suchen, die Ihnen Freude macht, etwas das Sie gerne tun und bei dem Sie etwas gewinnen. Wenn wir uns Ziele setzen ist es also wichtig, dass es sich um positive Ziele handelt; Ziele, für die es sich subjektiv lohnt, Energien zu investieren. Ganz ähnlich verhält es sich mit dem Rückfall bei Alkoholabhängigen: Es reicht nicht zu beschließen "Ich trinke keinen Alkohol mehr!", denn dann erleben Sie zunächst nur den Verlust eines Begleiters, der Ihnen vielleicht über lange Zeit ein "Freund" und "Seelentröster" gewesen ist. Ein/e Alkoholabhängige/r, die/der wider besseres Wissen und trotz guter Vorsätze erneut Alkohol trinkt, versucht damit (meistens nicht bewusst), sich in einen erträglicheren angehmeren Gefühlszustand zu versetzen. So gesehen kann ein Rückfall letztlich als ein Versuch angesehen werden, Unangenehmes zu vermeiden und Angenehmes herbeizuführen. Die Beschreibung ist nur der kleinste gemeinsame Nenner, auf der Rückfälle zu bringen sind. Die Auslöser, Gründe und Hintergründe sind sehr unterschiedlich. Der Eine will vielleicht schwer erträgliche Gefühle wie Ärger und Verzweiflung betäuben; eine Andere wünscht sich durch den erneuten Alkoholkonsum die ersehnte Entspannung und Entlastung, der Dritte will vielleicht Angst und Traurigkeit überspielen. All diese Beweggründe haben eine Gemeinsamkeit: Es gibt eine Unzufriedenheit mit dem bestehenden, ein Unbehagen an der Wirklichkeit und Lebensrealität mit ihren Einschränkungen und Konflikten.
Der RÜCKFALL kann Sie also darauf aufmerksam machen, was in Ihrem Leben eine Belastung darstellt und was Sie davon bislang nicht zufriedenstellend gelöst oder akzeptiert haben. Unter diesem Aspekt kann ein Rückfall eine Chance für die Betroffenen darstellen. In jedem Fall ist er ein Signal, sich mit seinem/ihrem Leben aufrichtig auseinanderzusetzen und nicht vor sich selbst zu fliehen. Diese Sichtweise soll nun keine Einladung zum Rückfällig werden darstellen, sondern sie soll deutlich machen, dass ein Rückfall kein Grund ist, alles bisher erreichte "über Bord zu werfen" nach dem Motto: Das hat ja sowieso alles keinen Sinn, ich schaffe es doch nicht!" Selbsthilfegruppen und Suchtberatungsstellen können helfen, das Leben zu meistern zu lernen, ohne den Alkohol als "Freund und Begleiter" einzusetzen. Denn auch der Rückfall ist letztendlich keine Dauerlösung: Das erneute Trinken ist nur eine scheinbare Hilfe, denn nach Abklingen der Alkoholwirkung sind die gleichen Probleme, unangenehme Gefühlszustände und unerfüllte Wünsche wieder da.

Es bleibt festzuhalten: Ob Rückfälle nur als Ausdruck des Scheiterns anzusehen sind oder auch als Krise im positiven Sinne, hängt ganz wesentlich davon ab, wie wir uns die Rückfälle erklären. Wer einen Rückfall nur als Ausdruck von Willensschwäche, Uneinsichtigkeit oder Krankhaftigkeit begreift, übersieht, dass sich aus einem Rückfall viel lernen lässt. Wichtig ist noch: Der Anschluss an eine Selbsthilfegruppe stellt immer auch eine Maßnahme der Rückfallvorbeugung dar!

RÜCKFALL: EIN ALPTRAUM FÜR DIE ANGEHÖRIGEN

Die häufigsten Anlässe für Rückfälle sind nicht Überredung, Streit oder schwere Schicksalsschläge an sich sondern Einsamkeit, Niedergeschlagenheit, Angst, Gereiztheit, Gekränkt sein, unerklärliche Stimmungsschwankungen, Gefühle der Sinnlosigkeit und Leere, Anspannung und Nervosität.
Rückfälle geschehen meistens nicht auf Festen oder in Lokalen, sondern zu Hause. Dies bedeutet nicht, dass die Angehörigen für ein ausgewogenes Gefühlsleben des Betroffenen sorgen müssen! Dies ist ganz alleine die Verantwortung und Aufgabe des Abhängigen. Die Angehörigen tun gut daran, wenn sie ebenfalls gut für ihre Gefühlslage und Bedürfnisse sorgen lernen.
Für Angehörige ist es ebenso wichtig, sich mit dem Rückfall auseinanderzusetzen wie für den Betroffenen selbst, weil der Rückfall bei der Genesung von Alkoholabhängigkeit eher die Regel als die Ausnahme ist. Das bedeutet, dass auch sie als Angehörige mit solch einer Situation wahrscheinlich konfrontiert werden, wenn Sie mit einem Alkoholabhängigen zusammenleben. Für Sie ist es also wichtig zu lernen, wie Sie sich bei einem Rückfall verhalten können, damit Sie den Betroffenen nicht (unbewusst) in seinem Rückfallverhalten stützen.

Es ist eine Illusion zu glauben, durch Liebe, Fürsorge, In-Watte-packen und Fernhalten von Problemen verhindern zu können, dass der Alkoholabhängige rückfällig wird.
Die Angehörigen haben nicht die Verantwortung für das Verhalten des Betroffenen. Ihr alkoholabhängiges Familienmitglied muss seien Erfahrungen selber machen können - auch schmerzliche. Erst dann kann er/sie lernen, wie er/sie mit Enttäuschungen, Angst und anderen schwierigen Gefühlen umgehen kann, ohne zur Flasche zu greifen. Sie als Angehörige/r müssen lernen, Ihrem Partner nichts von seinen Aufgaben abzunehmen - auch dann, wenn er sie nicht so perfekt bewältigt, wie Sie es selbst vielleicht machen würden.

Machen Sie sich mit dem Gedanken vertraut, dass Sie den Alkoholkonsum Ihres Familienmitgliedes nicht verursacht haben und dass es auch nicht in Ihrer Macht steht, einen Rückfall zu verhindern. " Wenn Du mich nicht dauernd kritisieren würdest, bräuchte ich auch nicht wieder zu trinken". Suchtkranke sind Meister darin, die Verantwortung für ihren Alkoholkonsum anderen Personen zuzuschreiben. Versuchen Sie, nicht in diese Falle zu treten!

Machen Sie sich mit dem Gedanken vertraut, dass Sie das Beste getan haben, was Sie konnten. Sie wissen inzwischen, dass Sie sich geirrt haben in der Annahme, Sie könnten einen anderen Menschen dazu bringen, mit dem Trinken aufzuhören.

Haben Sie den Mut, sich zu fragen, was Ihnen fehlen wird, wenn das abhängige Familienmitglied nicht mehr abhängig ist. Dieser Vorschlag mag Sie zunächst verwirren oder sogar verärgern. Allerdings ist es ganz natürlich, dass auch Ihnen vielleicht etwas fehlt, wenn sich etwas in Ihrem Leben verändert, an das Sie sich gewöhnt haben. Sollte das abhängige Familienmitglied jetzt wieder selbst Dinge in die Hand nehmen, die Sie jahrelang übernommen haben, so bedeutet das nicht, dass Sie sich gleich damit wohl fühlen werden. So kann ein Rückfall durchaus altbekannte und vertraute Situationen wieder herstellen.

Suchen Sie sich Hilfeangebote für Angehörige von Alkoholikern in Ihrer Umgebung. Glauben Sie nicht, dass Sie alles alleine bewältigen müssen. An Ihrem Wohnort oder in der näheren Umgebung gibt es vielleicht eine Beratungsstelle oder Selbsthilfegruppe, die sie aufsuchen können.

Gestehen Sie sich selbst eine Veränderung in kleinen Schritten zu und vermeiden Sie es, sich zu überfordern oder Ihre eigenen Rückfälle in bekanntem Verhalten zu verurteilen. Machen Sie sich klar, was Sie tun werden, wenn die abhängige Person weiterhin trinken wird. Teilen Sie ihr Ihre Entscheidungen mit, wenn sie nüchtern sind.

Der Weg aus der Sucht braucht seine Zeit. Geduld, Gelassenheit und Toleranz für den Lebensweg anderer Menschen ist angebracht.

Dieser Beitrag wurde von Chris am 29 Jul 2006 12:03 in dieses Forum gestellt
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igor
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BeitragVerfasst am: So 28.03.2010 23:21    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist ein sehr guter Beitrag, den ich nun zum x-ten Mal gelesen habe.
Alles stimmt.
Zitat:
Wer einen Rückfall nur als Ausdruck von Willensschwäche, Uneinsichtigkeit oder Krankhaftigkeit begreift, übersieht, dass sich aus einem Rückfall viel lernen lässt

... sollte vieleicht etwas dicker in einer anderen Farbe dargestellt sein.
Das ist meiner Meinung nach eine Kernaussage dieses Textes.


Zitat:
Haben Sie den Mut, sich zu fragen, was Ihnen fehlen wird, wenn das abhängige Familienmitglied nicht mehr abhängig ist. Dieser Vorschlag mag Sie zunächst verwirren oder sogar verärgern. Allerdings ist es ganz natürlich, dass auch Ihnen vielleicht etwas fehlt, wenn sich etwas in Ihrem Leben verändert, an das Sie sich gewöhnt haben. Sollte das abhängige Familienmitglied jetzt wieder selbst Dinge in die Hand nehmen, die Sie jahrelang übernommen haben, so bedeutet das nicht, dass Sie sich gleich damit wohl fühlen werden. So kann ein Rückfall durchaus altbekannte und vertraute Situationen wieder herstellen.

Das habe ich von dieser Seite aus noch nie in Betracht gezogen.
War bei meinen Rückfällen aber auch immer ein Perplexum.
Danke nochmal für den Beitrag!

igor
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Christa
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BeitragVerfasst am: Sa 29.01.2011 16:35    Titel: Antworten mit Zitat

Thema hochschieb zwinkern:
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Christa
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BeitragVerfasst am: Di 01.02.2011 10:07    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe User,

es wäre schön, sollte jemand von Euch einmal einen Rückfall erlitten haben hier darüber auszutauschen.

Dies könnte Menschen die noch nicht so Stabil sind ein wenig Mut geben.

Meistens klappt es sowieso nicht beim ersten Versuch dauerhaft trocken zu bleiben und ich persönlich finde diesen Austausch sehr wichtig.

Liebe Grüße
Christa
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Gad007
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BeitragVerfasst am: Di 01.02.2011 11:51    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin ja schon Alkoholiker in Abhängigkeit seit ca. 15 Jahren, davor habe ich auch schon mal gerne getrunken, aber alles im Rahmen und ohne Kontrollverlust etc.

Rückfälle hatte ich auch schon einige.

Z. B. während einer ambulanten Therapie habe ich abends mit einer Freundin zusammen eine Flasche Sekt getrunken. Ich hatte noch nicht einmal ein schlechtes Gewissen, wir haben Spass gehabt, beide waren wir angetrunken und nach dieser geteilten Flasche war auch Schluss.
Ich wusste gar nicht, ob ich das meiner Therapeutin erzählen sollte...ich war in der Hinsicht etwas ängstlich.....habe das dann doch erwähnt....die war gar nicht böse, sondern im Gegenteil.....wenn es dann wenigstens ein schöner Abend war, dann fangen Sie heute wieder von neuem an und Sie werden sehen, dadurch dass Sie Sucht schon kennengelernt haben, wird es einfacher als Sie denken.....und weiter ging es ohne Alkohol.....

Diese Art von Rückfall hatte ich bestimmt - während trockener Phasen 1 mal pro Jahr.....immer aber irgendwie mit schoenen Erlebnissen verbunden und ohne Kontrollverlust und auch nicht die Lust oder den Zwang, am nächsten Tag weiter zu trinken.....

Das kann man sich sehr gut zu Nutze machen, um am nächsten Morgen zu sich selbst zu sagen: Das wars, jetzt geht es trocken weiter......

Ich habe aber auch schon andere Rückfälle erlebt.....da wusste ich am nächsten Tag sofort: Das geht nicht gut......da wäre ich am liebsten in den nächsten Supermarkt gepilgert und hätte das komplette Weinregal geplündert oder habe ich abends bei Freunden eingeladen, von ich wusste, dass es dort immer Wein oder Alkohol gab, wenn Gäste kamen.....

Dann sollte man ja eigentlich SOFORT den nächsten Arzt, Klinik oder Suchtberatungsstelle aufsuchen......wenn da man nicht das Wort eigentlich wäre..... :roll:
Ich habe dann immer versucht, das erstmal selbst in den Griff zu bekommen, mein Trinken selbst kann ich nicht mehr kontrollieren....das einzige, was ich dann nach einem Rückfall noch eine zeitlang kontrollieren kann, ist das WANN und WIE OFT.....bis mir das auch aus den Händen gleiten zu droht, wie jetzt auch.....

Mir ist ein Rückfall auch nicht mehr peinlich, mir ist es auch nicht mehr unangenehm, mir wieder Hilfe zu suchen.....glücklicherweise sind diese Zeiten vorbei.....passiert ist passiert und um schlimmeres abzuwenden, beginnt man wieder von vorne.
Im besten Falle natürlich SOFORT und nicht nach Wochen oder Monaten.....

Probleme mit Rückfällen hatte ich in meiner letzten langjährigen Beziehung....was gab es dann immer für ein Theater und Schimpfe.....und Vorwürfe.....und vor allen Dingen der Spruch: Wir koennen doch jetzt nicht schon wieder zum Therapeuten rennen......wie hilfreich für mich..... :roll:
Partner empfinden einen Rückfall schon oft als Vertrauensbruch oder sind unbändig enttaeuscht.
Das hat mich oft in der Fehler hineingebracht: Na, das versucht Du jetzt erstmal allein.....das bringt nix......

Meinen ersten Rückfall hatte ich nach 4 Jahren Abstinenz, der dauerte 3 Wochen, allerdings bei täglichem Alkoholkonsum....dann bin ich zu einer Suchtberatung gegangen und ein paar Stunden dort haben mir schon geholfen, wieder trocken zu werden.

Dann war ich wieder 4 Jahre trocken, mit gelegentlichen ein tägigen Ausfällen, dann habe ich fast 2 Jahre lang getrunken, so 2 bis 3 mal die Woche.
....und so zieht sich das durch mein Leben, ich merke aber, dass mir Entzüge und Abstinenz immer leichter fallen, sofern ich mir schnell Hilfe suche.....ich habe aber auch eine eine stationäre Therapie hinter mir, 2 ambulante.....ich glaube, das hilft dabei.....bei mir ist nicht die Angst geringer geworden, rückfällig zu werden, aber die Angst wieder den Schritt in die Abstinenz zu gehen, weil ich weiss, dass es der bessere Weg ist, wenn auch nicht gerade der leichteste.....

Ich weiss zwar, dass ich erstmal wochenlang trübsal blase, wütend bin ich, weil ich es nicht habe sein lassen.....glücklicherweise hatte ich noch nie in meinem Leben ausgeprägte koerperliche Entzugserscheinungen, bis auf die ersten drei Tage, die mit Alpträumen, nächtlichen Angstzuständen und starkem nächtlichen Schwitzen einhergingen.

Ich habe richtig Respekt vor Suchtdruck......das ist eines meiner groessten Probleme.....wenn nicht sogar Angst davor.....das dauert bei mir nach einem Rückfall Wochen, wenn nicht sogar Monate, bis das aufhoert.....wird dann mit der Zeit immer seltener, aber trotzdem.
_________________
Liebe Grüsse

Marion
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Gad007
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Beiträge: 265
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BeitragVerfasst am: Di 01.02.2011 12:02    Titel: Antworten mit Zitat

......ach so.....

die schweren Rückfälle haben sich nur ereignet, weil ich wieder in das Muster des Erleichterungstrinken gefallen bin......

.....ich habe mir dann angewoehnt, wenn es so weit war, dass ich verreist bin, egal ob nur ein Wochenende oder auch ne ganze Woche, um den Stress anders abzubauen.....verreisen kann man nur leider nicht immer nach Lust und Laune......aber bevor ich eine Woche lang betrunken bin, kann ich mich auch gleich verziehen....

Sport hat mir auch geholfen.....aber nicht so wie das Verreisen.
_________________
Liebe Grüsse

Marion
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harry2406
Gast





BeitragVerfasst am: Mi 02.02.2011 11:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Christa,

ich hatte einen Rückfall der für mich eigentlich keiner war, weil ja nicht wusste das ich nie mehr einen Tropfen trinken kann wenn ich trocken bleiben will. Das war für mich damals auch keine Trockene Zeit sondern eine Trinkpause.

Ich denke einen Rückfall kam man nur begehen wenn man die Informationen hat was Alkoholismus ist aber eben nicht richtig glaubt dass das bei einem selber so ist und meint kontrolliert trinken zu können.

Deswegen denke ich dass das bei mir damals kein Rückfall in dem Sinn war.

Heute glaube ich zu 100% daran ein einziges Glas un ich bin wieder voll in der *Ausdruck im Forum nicht gewünscht* in der ich mal war und in die ich nie mehr kommen will. Alkohol wäre bei mir der Selbstmord auf Raten, so glaube ich das auf jeden Fall.

Allerdings brauchen manche den Rückfall um dann daran zu glauben dass es so ist, und können erst dann zufrieden abstinent leben.

Lieben Gruß
Harry
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Simi
Gast





BeitragVerfasst am: Mi 02.02.2011 13:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo lieber Harry

Mein Mann ist da total Deiner Meinung auch er sagte er hätte nach 2 Jahren "Trockenheit" geglaubt ach 1 Glas Wein tut mir doch nichts mehr

tja dann hatte er einen heftigen Rückfall,heute sagt er auch wieder 5 Jahre Abstinent er hätte den Rückfall damals gebraucht sonst hätte er es nicht geglaubt.

herzliche Grüße

Simi
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